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Einleitung:
Der Bau von Kulissen und die Erstellung von Szenerien bzw. Hintergrundbildern
In diesem Abschnitt wollen wir einen
Blick auf die in "Star Trek" verwendeten Kulissen, Szenerien
und Hintergrundbilder werfen, die sowohl in originaler Variante,
als auch in abgeänderter Form in den ver-schiedensten Episoden
und Kinoabenteuer Verwendung fanden. Meist trifft diese Form des
so genannten "Backdrop-Recyclings" nur auf den traditionellen
bzw. herkömmlichen Kulissenbau zu.
Der Bau und die Gestaltung von Kulissen
gehört neben den Figuren und dem Schreiben von
Dreh-büchern zu den wichtigsten Elementen in "Star
Trek"; wie eigentlich in jedem Film und TV-Serie.
Je weiter sich die technischen Möglichkeiten entwickelten,
desto ausgefallener und beeindruckender wurde so manche
Szenerie. Dank modernster
Computeranimationen können heute die aufwendigsten
und imposantesten Kulissen äußerst kostengünstig
geschaffen werden, ohne das diese von Hand an mehreren
Arbeitstagen gebaut werden müssen. Desweiteren
ermöglicht die virtuelle Szenerie nahezu grenzenlose
Ausmaße, während man im Gegensatz zu den
herkömmlichen Bühnen an die Örtlich-keiten
und Beschaffenheit der Halle gebunden war.
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Bestes Beispiel für moderne virtuelle
und immer realer werdende Szenerien lieferte zuletzt
"Episode II: Angriff der Klonkrieger" der
Star Wars - Saga. Wie schon im Vor-gänger haben
sich hier die Grafiker und Designer von ILM (Industrial
Light & Magic), dem weltweit führenden und
zunächst einzigem Unternehmen für professionelle,
spezielle und virtuelle Effekte, regelrecht "ausgetobt",
während sie sich dennoch u.a. für bestimmte
Effekte den einfachsten, konventionellen Mitteln bedienten.
So beein-druckten beispielsweise
Kulissen wie die Hauptstadt der Naboo, die gewaltigen
Bauwerke auf Coruscant (siehe Bild 01) oder das
riesige Kolosseum auf Genosis. Jedoch wird in Science-Fiction-Abenteuer
nicht nur auf den Computer zurückgegriffen. Sets
in freier realer Natur sind ebenfalls ein beliebtes
Bild für Kulissen, die bei Bedarf aber wieder-um
virtuell nachbearbeitet werden. (ILM wurde in den
70-er Jahren eigens von "Star Wars" - Vater
George Lucas gegründet, da bis dato keine professionelle
Firma für SpecialEffects existierte).
Bei "Star Trek" hingegen
wurde trotz der finanziellen Möglichkeiten, die
die Produzenten mittlerweile haben, mehr oder weniger
auf traditionelle Kulissen zurückge-griffen. Während
die Raumschlachten des Dominion-Krieges oder andere
Weltraumszenen u.a. von ILM konstruiert wurden und werden,
wurden die Bühnenbilder wie Hauptbrücken,
diverse Räumlichkeiten, die Promenade der Raumstation
Deep Space Nine, die Umgebung der neusten Enterprise
(NX-01) und andere auf herkömmlicher Weise aufgebaut.
Selbst das
Ba'ku-Dorf aus "Star Trek: Der Aufstand" war
eine echte Kulisse außerhalb der "Star Trek"
- Hallen. Die Szenen zwischen Captain Picard und Dr.
Soran auf Veridian III entstanden im US-amerikani-schen
"Valley of Fire", das zwischen Los Angeles
und Las Vegas liegt.
Vor allem ein bestimmtes Bauwerk in der Innenstadt von
San Francisco wird im Bezug auf die Sternenflotte des
24. Jahrhunderts eine wichtige Rolle bei Außenaufnahmen
spielen. Doch darauf kommen wir später noch einmal
genauer zurück.
Allerdings ist auch anzumerken, dass
seit dem Start der Serie "Enterprise", was
den bisherigen traditionellen Kulissenbau in einer "Star
Trek" - Serie betrifft, eine Trend-wende festzustellen
ist. Denn hier werden im Gegensatz zu den Vorgängern
nicht mehr nur die Raumschiff- und Weltallszenen virtuell
kreiert,
sondern auch komplette Szenerien digital hergestellt,
wie beispielsweise der vulkanische Tempel von P'Jem
(siehe Bild 02), die planetare Station der Suliban
aus dem Pilotfilm "Aufbruch ins Unbekannte"
oder ganze Städte. Insofern werden in Zukunft nahezu
identische Kulissen wohl nun seltener werden.
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01:
Coruscant aus "Star Wars - Episode II" |
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02:
Der vulkanische Tempel auf P'Jem |
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03a:
Delta Vega aus "Die Spitze des Eisbergs" |
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03b: Tantalus aus "Der Z.-Nervensys.-manipulator" |
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01.
Die Verwendung gleicher bzw. abgeänderter Szenerien und Hintergrundbilder
Vor Jahrzehnten gab es die Möglichkeit
vom virtuellen Kulissenbau bzw. die virtuelle Szenerie-erstellung
noch nicht. Und bevor "Star Trek" zum Kult
wurde, musste Gene Roddenberry bei der Produktion seiner
Episoden mit dem auskommen, was ihm finanziell zur Verfügung
stand. So ist es auch nicht allzu verwunderlich, dass
er in der
Original-Serie häufig auf das "Backdrop-Recycling"
zurückgreifen musste; die Wiederverwertung bereits
gezeigter Kulissen. Auf lange Sicht war dies kostengünstiger
als die Neuentwicklung für jede Episode.
Die
meisten dieser Hintergrundbilder, die Städte oder Fabriken
und ähnliches darstellten, wurden in den 60-er Jahren von Hand
gezeichnet und auf Leinwand aufgemalt. Nur ein kleiner Teil wurde
als reale Kulisse gebaut, während der gezeichnete Hintergrund
später nachträglich eingefügt wurde; gewisser-maßen
des gleiche Konzept, wie bei den heutigen virtuellen Szenerien.
(Beispielsweise der Hintergrund von Eminar VII aus "Krieg der
Computer").
So wurde u.a. die Fabrik auf Delta Vega, die im
zweiten Pilotfilm "Die Spitze des Eisbergs"
(siehe Bild 03a) zu sehen war, nur wenige Monate
später auf Tantalus in "Der Zentral-Nervensystem-manipulator"
(siehe Bild 03b) wiederverwendet; nur in abgeänderter
Variante. Während die großen Tanks und der
linke Aufbau, sowie die Felsen im Vordergrund unverändert
blieben, entfernte man das Rohrsystem hinter den Behältern.
Bei dem
rechten Gebäude wurde der Eingangsbereich abgeändert,
jedoch das obere Geschoss weitgehend in der ursprünglichen
Version belassen. Und schon war am Schluss eine neue
Kulisse für eine neue "Star Trek" - Episode
"geboren".
Aber auch am ersten Pilotfilm hatte
man sich diverser Kulissen bedient und sie in spätere
Episoden von "Raumschiff Enterprise" integriert.
Die Stadt des Planten Q aus "Kodos, der Henker",
die im Hintergrund zu sehen ist, stammte ursprünglich
aus der von den Talosianern geschaffenen Illusion von
Captain Pike auf Mojave. Hier wurde die Stadt jedoch
nur in ein anderes Licht gesetzt.
Ebenso wurde die Planetenoberfläche von Talos IV
mehrfach in der Serie wiederholt eingebunden, wie in
der finalen Szene in "Die Spitze des Eisbergs"
oder beim Besuch der Mannschaft auf dem Planeten der
"gefährlichen
Planeten-Girls" beispielsweis, sowie in zahlreichen
anderen Episoden.
Generell stand Gene Roddenberry damals nur eine einzige
Halle zur Verfügung, weshalb sich die meisten Planeten,
wenn es sich dabei nicht um Aufnahmen in realer irdischer
Natur handelte, in ihrer Szenerie sehr ähnelten.
Um nun zwei Beispiele eines völlig
identischen Hintergrunds aufzuführen: Die unterirdische
Fabrik-anlage aus "Meister der Sklaven" (siehe
Bild 04) war
auch in "Horta rettet ihre Kinder" zu sehen.
Ebenso tauchte die Stadt, die zu Beginn von "Ein
Jahr Hölle" [VOY] von dem Krenim-Zeitschiff
zer-stört wurde, in der Episode "Der Virtuose"
[VOY] als Stadt der Qomar wieder auf.
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Nicht nur in der Original-Serie fanden
bestimmte Szenerien immer wieder ihre Verwendung in
diversen Episoden. Zwei nahezu klassische Beispiele
in "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert"
bilden die planetare For-schungsstation Darwin (siehe
Bild 05), die mehrfach mit verschiedenen Aufbauten
in der Serie zum Einsatz kam, sowie der Blick auf die
Hauptstadt von Planet Angel One (siehe Bild 06).
Letztere war u.a. auf dem Planeten Malcor III in "Erster
Kontakt" und sogar in der Voyager-Episode "Die
Augen des Toten" auf Numiri Prime zu sehen.
Für die DS9-Episode "Meridian"
bedienten sich die Produ-zenten von "Star Trek"
ebenfalls an einer bereits verwen-deten Szenerie aus
dem "nächsten Jahrhundert". Um das Dorf
auf dem mysteriösen Planeten "Meridian",
auf dem Captain Siskos Wissenschaftsoffizier Jadzia
Dax zurück-bleiben wollte, darzustellen (siehe
Bild 07a), griff man auf das romulanische Gefangenenlager
aus "Der Moment der Erkenntnis" zurück,
in das der Klingone Worf einge-drungen war.
Vergleicht man nun beide Bilder miteinander, wird man
schnell feststellen, dass das Gebirge im Hintergrund,
sowie der Wald bzw. die Bäume des Waldes exakt
iden-tisch sind. Selbst der braune Hang auf der linken
Seite des Dorfes ist auf beiden Szenerien vorhanden.
Die Änderungen
beschänken sich hier auf das Dorf selbst. Während
es in der TNG-Episode noch im vorderen Teil einen größeren
Gebäudekomplex hatte, wurde dieser in der DS9-Episode
entfernt und durch eine Art Sparrendach im mittleren
Teil ersetzt.
Desweiteren fügte man dem Meridian-Dorf drei weitere
Gebäude hinzu: einen Anbau, etwa in der Mitte der
großen seitlichen Außenwand, ein kleineres
Gebäude an der linken Ecke und einen Aufbau an
der rechten Ecke.
In "Star Trek" gibt's noch
eine ganze Menge mehr an gleicher bzw. ähnlicher
Szenerien und Hintergrundbildern, die man hier jetzt
noch aufführen könnte. Das würde aber
nun den Rahmen dieses Abschnittes sprengen. Daher haben
wir uns auch nur auf einige wenige Beispiele beschränkt.
Als letztes Beispiel wollen wir uns nun, wie am Anfang
dieses Textes kurz angesprochen, einem bestimmten Gebäude
in der Innenstadt von San Francisco zuwenden, das u.a.
auch wegen seines Parks nicht nur in "Star Trek"
gerne als Kulisse verwendet wird: die Gebäude des
Sternenflotten-Hauptquartieres bzw.
der Akademie (siehe Bild 08), die in Wirklichkeit
im Golden Gate Park liegen.
Bevor
man sie für die Sternenflotte verwendete, tauchten sie zunächst
als Gebäude anderer, außerirdischer Kulturen auf, beipielsweise
in der TNG-Episode "Das Gesetz der Edo", bei der vor allem
der Golden Gate Park maßgeblich für das Landschaftsbild
von Interesse war.
Auch in "Raumschiff Voyager" benutzte man die Gebäude
für eine fremde Kultur. Am Anfang der Episode "Subraum-spalten",
in der es Captain Kathryn Janeway und der Navigator Tom Paris in
die Vergangenheit eines Planeten verschlägt, dessen zivile
Geschichte durch eine globale Katastrophe enden wird, ist das Gebäude
auf Bild 08 in zerstörter Form zu sehen.
Primär wurde der Golden Gate Park
und die dort befind-lichen Gebäude aber, wie bereits
erwähnt, als Parkanlage und Bauwerke des
Sternenflotten-Hauptquartieres bzw. der Akademie eingesetzt,
die als solche übrigens offiziell zum ersten Mal
in der TNG-Episode "Ein missglücktes Manöver"
zu sehen waren. Später kehrten auch Captain Benjamin
Sisko und seine Crew in diese Kulisse zurück ("Das
verlorene Paradies" und "Die Front"),
sowie Captain Janeway, als die Voyager eine Nachbildung
der kom-pletten Stadt im Delta-Quadranten vorfand, in
der Spezies 8472 die Invasion der Erde trainierte.
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| 04:
Triskelion aus "Meister der Sklaven" |
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| 05:
Die Forschungsstation Darwin |
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| 06:
Die Hauptstadt auf Angel One |
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| 07a:
Romulanisches Gefangenenlager [TNG] |
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| 07b:
Dorf auf dem mysteriösen Meridian [DS9] |
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| 08:
Gebäude der Sternenflotte auf der Erde |
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02.
Die Verwendung gleicher bzw. abgeänderter Kulissen aus den
Serien
Nicht
nur bestimmte Szenerien, Landschafts- oder Hintergrundbilder wurden
in "Star Trek" von Zeit zu Zeit wiederverwendet. Auch
bestimmte Bühnenbauten kamen hin und wieder in den verschiedenen
Serien zum Einsatz. Vor allem, wenn es sich um Drehorte auf Schiffen
oder Raumstationen handelte, die zwar der selben Klassifikation
angehörten, aber andere Schauplätze darstellten.
Angefangen bei der Original-Serie,
bei der ohnehin Geld eines der wichtigesten Elemente
bei der Produktion der classischen "Star Trek"
- Episoden spielte, waren die Produzenten auf die Kulissen
und Bühnenbilder der Enterprise NCC-1701
besonders angewiesen, wenn sie andere Föderations-schiffe
darstellen wollten.
Bedingt durch den Mangel an finanziellen Mitteln entschied
sich Gene Roddenberry nur eine einzige Raumschiffklasse
(im Bezug auf die Sternenflotte) in der originalen "Star
Trek" - Serie einzuführen. Wenn man also Räume
anderer Föderationsraumer zeigen wollte, beispielsweise
die Hauptbrücke und den Maschinenraum der U.S.S.
Constellation ("Der Planten-Killer"), verwendete
man einfach die Kulisse der Enterprise und richtete
sie entsprechend her.
Dies wurde natürlich auch in den
anderen "Star Trek" - Serien so gehandhabt.
So zum Beispiel ver-wendete man die Kulissen der Voyager
für die in "Star Trek: Deep Space Nine"
gezeigte U.S.S. Bellerophon (Casino, Konferenzraum),
die ebenfalls der Intrepid-Klasse angehörte. Oder
die Kulissen der Raumstation Deep Space Nine für
ihre Schwesterstation Empok
Nor. Auch die Defiant diente schon für Dreharbeiten
auf "anderen" Schiffen; wie ihr gespiegeltes
Ebenbild, wie die Valiant oder auch für ein terranisches
Schiff auf der anderen Seite des Parallel-Universums.
Selbst die Kampf-brücke der Enterprise-D wurde
für diverse Räumlichkeiten wiederverwendet
(z.B. in "Der unmögliche Captain Okona").
Aber nicht nur bereits vorhandene
Kulissen wurden für gleichartige Orte verwendet,
sondern hin und wieder wurden auch komplette Räume
umgebaut. Ein Beispiel hierfür ist der "Schönheitssaal"
auf dem Son'a-Raumer in "Star Trek: Der Aufstand",
den man später zum Museumssaal für die Voyager-Episode
"Der Zeitzeuge" umfunktionierte.
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Ende der 80-er Jahre bedienten sich
die Produzenten für die Kinofilme "Star Trek
V: Am Rande des Universums" und "Star Trek
VI: Das unentdeckte Land" ebenfalls an vorhandenen
Kulissen und veränderten sie entsprechend. Aufgrund
der bereits bestehenden Räumlichkeiten der U.S.S.
Enterprise-D beschränkte man den Bau neuer Bühnen
während den Dreharbeiten auf das nötigste
Minimum.
Doch bevor wir fortfahren ein kurzer Blick vor die Zeit
von TNG: Als man 1986 am Ende von "Star Trek IV:
Zurück in die Vergangenheit" die neue Enterprise-A
einführte, von der lediglich die Hauptbrücke
gezeigt wurde, stand Gene Roddenberry vor dem Problem,
dass er für mögliche nachfolgende Filme komplett
neue Schiffskulissen be-nötigte. Bis dahin gab
es das Set von "Raumschiff Enter-prise: Das nächste
Jahrhundert" noch nicht.
Als man jedoch 1989
mit den Dreharbeiten zum fünften Leinwandabenteuer
der TOS-Crew begann, war dieses Problem schon seit fast
zwei Jahren, bedingt durch TNG, gelöst. So wurde
in "Star Trek V" u.a. die Korridore der Enterprise-D
für die Enterprise-A einbezogen.
Die meisten Kulissen aus TNG kamen
aber erst 1991 in "Star Trek VI" zum Einsatz.
Das Büro des Föderations-präsidenten
bespielsweise war in Wirklichkeit die "Zehn-Vorne-Bar"
der U.S.S. Enterprise-D (siehe Bilder 09a und 09b).
Diese wurde mit Vorhängen an den Fenstern ver-sehen,
die Bartheke und die Tische wurden gegen andere Requisiten
ausgetauscht und die seitlichen Wandplatten hatte man
um 90 Grad nach rechts gedreht. Statts des sonst üblichen
Sternenhimmels
stellten die Bühnenbauer einfach das Panorama der
Stadt Paris aus "Begegnung mit der Vergangenheit"
hinter die Fenster.
Auch der Konferenzraum der Enterprise-D
wurde für den Film umgebaut und zum Speiseraum
der Enterprise-A umfunktioniert (siehe Bilder 10a
und 10b). Erkennen kann man jedoch noch die sieben
Fenster, sowie die untere Beleuchtung, die sowohl in
"Star Trek VI" als auch in TNG mit den horizontalen
Trittschutzgitter versehen ist. Wenn man auf Bild 10a
genau hinsieht, kann man sogar das geneigte Display
des Konferenzraums erkennen, in dem sich eines der Fensterlampen
spiegelt.
Der im Film gezeigte Transporterraum
der Enterprise-A stammt ebenfalls aus TNG. Erkennen
kann man dies u.a. an den Transporterwänden und
der -plattform. Was ver- ändert wurde: die Steuerkonsole
befindet sich in einem separaten "Häuschen"
und der gegenüberliegenden Seite des Eingangs (dessen
Schiebetüren jeweils mit einem Warnaufkleber versehen
waren) wurde ein Wartungs-korridor hinzugefügt.
Desweiteren wurde der Hauptmaschinenraum der Enter-prise-D
für den Film zur Verfügung gestellt. Verändert
wurde an der Kulisse nur die Anzeige der Schiffsdisplays.
Die modernen LCARS-Anzeigen aus TNG
(zu sehen auf der Ingenieurskonsole, an der Chefingenieur
Scott in einer Szene steht) und den für die Galaxy-Klasse
typischen Warpkern, sowie dessen Dilithiumkammer blieben
unverändert.
Im Film selbst waren die meisten Räume, auch die,
die extra für die Enterprise-A gebaut wurden (wie
die Küche beispielsweise), absichtlich in relativ
gedämpften Licht gehalten, um u.a. eventuelle Gemeinsamkeiten
mit dem TNG-Set besser verdecken zu können.
Zum Abschluss möchten wir noch
kurz auf die auf dem Paramount-Gelände zur Verfügung
stehenden Hallen zu sprechen kommen, in denen "Star
Trek" produziert wird; mittlerweile sind es drei
Hallen.
Jede Kulisse, bei der man definitiv wusste, dass sie
nicht mehr benötigt werden würde, wurde bedingt
aus Platz-mangel wieder abgerissen.
Als letztes Beispiel: In der Halle, in der heute der
dreistöckige Hauptmaschinenraum der Enterprise-E
(siehe Bild 11b) steht, befand sich während
der Dreharbeiten zu "Star Trek VI" der ebenfalls
dreistöckige klingonische Gerichtssaal (siehe
Bild 11a).
Was man damals nicht wusste: rund 12 Jahre nach dem
Kinofilm hätte man diese Kulisse noch einmal für
die ENT-Episode "Judgment" gebrauchen können.
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09a:
Das Büro des Präsidenten aus ST6 |
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09b:
"Zehn Vorne" der Enterprise-D |
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10a:
Während des Dinners auf der 1701-A |
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10b:
Der Konferenzraum auf der 1701-D |
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11a: Der klingonische Gerichtssaal
in ST6 |
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11b:
Der Hauptmaschinenraum der 1701-E |
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Fotos: siehe Impressum
[F06][F07] / Bild 01: Shot aus "Star Wars: Episode
II"
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