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Übersicht

Seite 1: Einleitung bis einschließlich "H.M.S. Enterprise D-52"
Seite 2: "U.S.S. Enterprise CV-6" bis "U.S.S. Enterprise NCC-1701-E"

Einleitung: Ein Schiffsnamen geht in die Geschichte ein

Enterprise. Der wohl berühmteste Raumschiffsnamen des gesamten "Star Trek" - Universums. Doch woher kam er ursprünglich? Zumindest ist "Enterprise" keine Erfindung von Gene Roddenberry, als dieser seinen Science-Fiction-Kult erschuf. Dieser Schiffsnamen hat bereits seit mindestens drei Jahrhunderten Tradition in der irdischen Seefahrtsgeschichte und sein Ursprung liegt (vermutlich) im Vereinten Königreich von Großbritannien. Genau kann dies nicht gesagt werden, da auch das französische Königreich Schiffe dieses Namens gebaut hat.
Aufgrund der historischen Daten und seiner Einsetzung ist es jedoch offensichtlich, dass der Name "Enterprise" schon in den frühen, neuzeitlichen Epochen auf nahezu sämtlichen Gebieten ein Synonym für Erforschung und Erkundung, sowie das Testen neuer Technologien gestanden hat. Keine Frage, dass alleine deshalb schon dieser Name am besten zu dem Serienflaggschiff des gesamten "Star Trek" - Universums passt.

Deshalb wollen wir, das Team von "StarTrekArchiv.com", Sie auf dieser Seite auf eine faszinierende Reise quer durch die Zeit mitnehmen und Ihnen eine chronologisch geordnete Tafel der wichtigsten militärischen Schiffe namens "Enterprise" geben. Um das Ganze zu komplettieren, wollen wir nicht nur die irdischen See- und Luftfahrzeuge einbeziehen, sondern auch die berühmtesten Raumer des "Star Trek" - Universums (aus Sicht von "Star Trek").


01. Die militärischen Schiffe und NASA-Raumfahrzeuge (17. bis 21. Jahrhundert)

Der Name "Enterprise" (im Altenglischen als "Enterprize" geführt) taucht in Verbindung mit der irdischen Schifffahrt das allererste Mal im 17. Jahrhundert namentlich auf. Die britische Royal Navy schickte 1616 ein Schiff, dass scheinbar "Enterprize" hieß, auf die Suche nach einer neuen Passage Richtung Westen zum Orient. Die Mission war erfolgreich, jedoch wurde der Segler in der Nähe Indiens durch einen Hurricane zerstört. Laut den Recherchen von David R. Wells, der bereits vor mehreren Jahren umfangreiche Nachforschungen bezüglich dieses Namens betrieben hatte, gibt es nur sehr wenig Informationen über die Enterprise von 1616. Doch mit Beginn des 18. Jahrhunderts werden die Daten ausführlicher und präzieser.
Die folgende Chronologie dieses ersten Abschnittes, die von uns eigens in mehrtägiger Arbeit zusam-mengestellt und geschrieben wurde, basiert auf den Forschungsergebnissen von David R. Wells, die durch unsere eigenen Recherchen, resultierend aus den Daten von US Navy, Royal Navy, US National Archives, US Naval Institute, der NASA und des Chronik-Verlags, ergänzt und ausgebaut wurden. Der Name "Enterprise" trat im Laufe der Geschichte mehrfach in Erscheinung und hat auch bis heute Bedeutung - wohl auch durch Gene Roddenberrys Science-Fiction-Saga:

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? - 1707: Die erste HMS Enterprise (Französische Marine; später Royal Navy)
Die erste, offiziell bekannte Enterprise wurde in Frankreich gebaut und 1705 im Mittelmeer von der britischen HMS Triton erbeutet. Bei diesem Segelschiff handelte es sich um einen Sechsmaster, der mit 24 Kanonen bestückt war. Unter dem Kommando des Engländers J. Paul wurde das Schiff den Werften in Livorno überführt.
Nach zwei Jahren verließ am 19. Mai 1707 die HMS Enterprise unter dem Kommando von W. Davenport Italien. Doch bereits am 12. Oktober 1707 sank sie in der Nähe von Thornton.

Technische Spezifikationen:

Name: L'Entreprise (bis 1705); H.M.S. Enterprise (ab 1705)
Schiffsart: Sechsmaster
Zugehörigkeit: Franz. Marine, Frankreich (bis 1705); Royal Navy, UK (ab 1705)
Existenz: ? bis 12. Oktober 1707
Kommandanten: J. Paul, W. Davenport
Länge: 33,528 Meter (110 Fuß)
Breite: 8,534 Meter (28 Fuß)
Tiefgang: 4,572 Meter (15 Fuß)
Bewaffnung: 24 Kanonen
Verdrängung: 320 Tonnen
Besatzungsstärke: 115 Personen
 

1709 - 1749: Die zweite HMS Enterprize (Royal Navy, Großbritannien)
Am 04. April 1709 wurde in Plymouth (England) mit dem Bau der ersten britischen HMS Enterprize begonnen, die wenige Wochen (28. April 1709) später fertig und in den Dienst ge-stellt wurde. Unter anderem patrouillierte sie bei Virgina (1709 - 1712 unter dem Kommando von Nicholas Smith, sowie nochmals von 1721 - 1724) und in heimischen Gewässern (1712 - 1718), unternahm zwischendurch kleinere Expeditionen (z.B. zum St. Lawrence River im Juni 1711 unter Konteradmiral Sir Hovenden Walker).
Am 20. Februar 1740 wurde die Enterprise zu einem Lazarettschiff umfunktioniert, in HMS Liverpool umbenannt und im englischen Kanal stationiert. Neun Jahre später verkaufte man sie am 03. April 1749 für 280 britische Pfund.

Technische Spezifikationen:

Name: H.M.S. Enterprize (bis 1740), H.M.S. Liverpool (ab 1740)
Schiffsart: Fünfmaster
Zugehörigkeit: Royal Navy, Großbritannien
Existenz: 04. April 1709 bis 03. April 1749
Kommandanten: Nicholas Smith, Konteradm. Sir Hovenden Smith, Vizeadmiral Mighells
Länge: 35,966 Meter (118 Fuß)
Breite: 9,754 Meter (32 Fuß)
Tiefgang: k/A
Bewaffnung: 40 Kanonen
Verdrängung: 531 Tonnen
Besatzungsstärke: 190 Personen
 

1743 - 1748: Die dritte HMS Enterprize (Royal Navy, Großbritannien)
Drei Jahre nachdem die britische Royal Navy ihre erste eigene Enterprise umbenannt hatte, erbeutete sie im Mittelmeer ein kleineres, spanisches Segelschiff, das mit acht Kanonen ausgerüstet war. Viel ist über das Schiff nicht bekannt, nahm jedoch als HMS Enterprize unter dem Kommando von T. Henning an der Schlacht von Toulon (Frankreich) teil. Überwiegend wurde die Enterprize als Begleitschiff eingesetzt. Im Jahr 1748 verkaufte die Royal Navy das Schiff auf Menorca (Balearen).

 

1718 - 1771: Die vierte HMS Enterprize (Royal Navy, Großbritannien)
Die vierte HMS Enterprize wurde ursprünglich im Jahr 1718 als HMS Norwich (bewaffneter Viermaster mit 50 Bordkanonen) vom Stapel gelassen. Mit dem Umbau zum Fünfmaster änderte die britische Royal Navy am 23. Mai 1744 den Namen in Enterprize um. Nach dem Ende des Spanischen Erbfolgekriegs (1748) patrouillierte das Schiff in der Karibik.
Unter anderem nahm die HMS Enterprize 1756 am Siebenjährigen Krieg teil, diente im Westindischen Ozean, sowie in Nordamerika und eskortierte diverse Konvois quer über den Atlantic. Auch als Havanna (Kuba) im Jahr 1762 erobert wurde, war die Enterprize anwesend.
Zwei Jahre später, im Januar 1764, wurde das Schiff außer Dienst gestellt und 1771 bei Sheerness ausgeschlachtet.

 

1759 - ?: L'Entreprise (französische Marine, Frankreich)
Über diese Enterprise ist nicht sehr viel bekannt, außer dass es sich bei diesem Schiff um eine Fregatte gehandelt haben muss.

 

1774 - 1807: Die fünfte HMS Enterprize (Royal Navy, Großbritannien)
Im August 1774 stellt die Royal Navy ihre fünfte Enterprise in Dienst, die in Deptford (England) gebaut wurde. Das Schiff wird das erste Flaggschiff von insgesamt 27 sechsmastigen Fre-gatten. Unter dem Kommando von T. Rich nimmt die HMS Enterprize am 18. Juli 1775 an der Stürmung von Gibraltar teil. Wenige Wochen später wird sie an die ostamerikanische Küste verlegt, an der es Aufstände gegen die britische Krone geben hatte. Die HMS Enterprize kämpfte im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen die Streitmacht der US Navy.
Zwischen 1790 und 1799 operierte das Segelschiff in heimischen Gewässern, wird 1806 nach Deptford zurück verlegt und 1807 ausgeschlachtet.

Im Jahr 1803 wird die HMS Resource (Schwesterschiff; Fregatte der Enterprize-Klasse, die 1778 in Rotherhithe gebaut wurde) in HMS Enterprize umbenannt. Nach u.a. der Teilnahme am Napoleonischen Krieg wird auch sie ausgeschlachtet (1816).

Technische Spezifikationen:

Name: H.M.S. Enterprize
Schiffsart: Sechsmaster, Fregatte (Enterprize-Klasse)
Zugehörigkeit: Royal Navy, Großbritannien
Existenz: August 1774 bis August 1807
Kommandanten: T. Rich
Länge: 36,728 Meter (120,5 Fuß)
Breite: 10,211 Meter (33,5 Fuß)
Tiefgang: k/A
Bewaffnung: 28 Kanonen
Verdrängung: 594 Tonnen
Besatzungsstärke: 200 Personen
 

1775 - 1777: Die erste USS Enterprise (Royal Navy, Großbritannien; US Navy, USA)
Bei diesem Schiff handelte es sich ursprünglich um das britische Versorgungsschiff HMS George, das am 17. Mai 1775 bei Quebec (Kanada) von den Amerikanern unter Colonel Benedict Arnold erobert wurde. Im Rahmen der Aufrüstung nannte man das Schiff in USS Enterprise um und sollte im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zum Einsatz kommen.
In Begleitung weiterer Schiffe macht sie sich am 28. August 1775 auf den Weg nach St. Johns, Montreal und Quebec, um jene Städte zu erobern. Insgesamt werden rund 1000 Soldaten transportiert.
Am 04. September 1776 gehört die USS Enterprise einem Flottenverband an, der von Brigardegeneral Arnold geführt wird. Nach der Schlacht von Valcour Island (US-Bundesstaat New York) vom 11. bis 13. Oktober 1776 ist sie das einzige von fünf Schiffen, dass den britischen Verbänden entkommen konnte - im Verlauf der Kämpfe wird die Enterprise von mehreren Seglern der Royal Navy angegriffen; die englische Invasion wird jedoch erheblich gestört. Einen Tag später, am 14. Oktober 1776, trifft die Enterprise bei Ft. Ticonderoga ein.
Nach einem Jahr, am 7. Juli 1777, hilft sie und fünf weitere Schiffe bei der Evakurierung des Forts, wird jedoch angegriffen und läuft brennend auf Grund auf.

Technische Spezifikationen:

Name: H.M.S. George (bis 1775), U.S.S. Enterprise (ab 1775)
Schiffsart: Versorgungsschiff (bis 1775), bewaffnetes Kriegsschiff (ab 1775)
Zugehörigkeit: Royal Navy, Großbritannien (bis 1775); US Navy, USA (ab 1775)
Existenz: ? bis 07. Juli 1777
Kommandanten: Col. Benedict Arnold, General Schuyler, Captain Dickinson
Länge: 18,898 Meter (62 Fuß)
Breite: k/A
Tiefgang: k/A
Bewaffnung: 28 Kanonen
Verdrängung: 70 Tonnen
Besatzungsstärke: 50 Personen plus Truppen
 

1799 - 1823: Die zweite USS Enterprise (US Navy, USA)
1799 entwickelt Henry Spencer in Baltimore die erste amerikanische USS Enterprise (später auch als "Lucky Little Enterprise" bekannt), die unter seiner Leitung gebaut wird. Unsere Recherchen haben ergeben, dass der im siebten Leinwandabenteuer ("Star Trek: Treffen der Genera-tionen") auf dem Holodeck der USS Enterprise NCC-1701-D nachgebildete Segler durch das Schiff "Lady Washington" dargestellt wurde, welches eine baugleiche Nachbildung der Klasse ist, der auch Henry Spencers Enterprise angehörte.

Am 26. Juni 1801 trifft die USS Enterprise auf dem Mittelmeer ein. Am 01. August selben Jahres greift sie die Tripoli an (siehe Bild bei den technischen Spezifikationen), die ebenso wie das tunesische Schiff Paulina (17. Januar 1803) erobert wird. Im Juni 1803 führt die Enter-prise eine Reihe von Küsten-Beschussmissionen durch und trifft sich am 23. Dezember mit der USS Constellation.
Im Winter 1804/1805 werden an dem Segelschiff in Venedig (Italien) Reparatur- und Reno-vierungsarbeiten durchgeführt. Spanische Kanonenboote greifen die Enterprise am 15. August 1806 an, worauf sie sich beschädigt auf den Rückweg in die Vereinigten Staaten macht, die sie im Jahr 1807 erreicht.
Von 1810 bis 1811 nimmt die amerikanische Marine das Schiff aus dem aktiven Dienst, wo man es in den Washigton Navy Yards repariert. Bereits im April 1811 kehrt es in den Dienst zurück. Am 05. September 1813 gelingt es der Besatzung der Enterprise das britische Schiff HMS Boxer in der Nähe von Portland (Maine, USA) in ihre Gewalt zu bringen. In Portland selbst werden Reparaturen durchgeführt. Anschließend segelt die Enterprise zusammen mit der USS Rattlesnake in die Karibik, wo insgesamt drei Schiffe erbeutet werden können.
Zwischen Juli und November 1815 wird die letzte Mittelmeer-"Rundfahrt" durchgeführt. Zwei Jahre später, im November 1817 bekämpft die USS Enterprise in der Karibik und im Golf von Mexiko Schmuggler, Piraten und Sklavenhändler, wobei im gesamten Verlauf der Mission 13 Schiffe von der Besatzung beschlagnahmt werden. Am 09. Juli 1823 läuft sie in der Nähe Westindiens auf Grund auf und bricht auseinander. Die Besatzung erleidet keine Verluste.

Technische Spezifikationen:

Name: U.S.S. Enterprise
Schiffsart: Zweimaster
Zugehörigkeit: US Navy, USA
Existenz: 1799 bis 09. Juli 1823
Kommandanten: k/A
Länge: 25,817 Meter (84,7 Fuß)
Breite: 6,888 Meter (22,6 Fuß)
Tiefgang: 3,048 Meter (10,0 Fuß)
Bewaffnung: Zwölf 6-Pounders
Verdrängung: 135 Tonnen
Besatzungsstärke: 70 Personen
Quelle [Bild]: US National Archives

01. August 1801 - Die USS Enterprise erobert im Mittelmeer das Segelschiff Tripoli.
 

1831 - 1844: Die dritte USS Enterprise (US Navy, USA)
Zu dieser Enterprise, die in den New York Navy Yards gebaut wurde, gibt es laut David R. Wells keine Aufzeichnungen bezüglich Kampfeinsätze. Nachdem das Schiff rund zwei Jahre lang (1832 bis 1834) in der Nähe Braziliens patrouillierte, segelte die Enterprise einmal um die ganze Welt. Die Route begann in New York, führte über Brazilien, Afrika, Indien, dem Fernen Osten, Ostindien, Hawaii, Mexiko, Kap Horn, Rio de Janeiro bis zurück nach Philadelphia. Zwischen 1840 und 1844 patrouillierte die Enterprise erneut in Südamerika bis sie am 24. Juni 1844 aus dem aktiven Dienst gestellt wurde. Schließlich wurde sie am 28. Oktober verkauft.

Technische Spezifikationen:

Name: U.S.S. Enterprise
Schiffsart: Schooner
Zugehörigkeit: US Navy, USA
Existenz: 26. Oktober 1831 bis 28. Oktober 1844
Kommandanten: k/A
Länge: 26,822 Meter (88 Fuß)
Breite: 7,010 Meter (23,6 Fuß)
Tiefgang: 3,048 Meter (10 Fuß)
Bewaffnung: Zwei 9-Pounders, acht 24-Pounders
Verdrängung: 194 Tonnen
Besatzungsstärke: 72 Personen
 

1861: Der erste "Enterprise"-Heißluftballon
Während des Amerikanischen Bürgerkriegs verwendete das United Staates Ballon Corps einen Heißluftballon namens "Enterprise". Am 17. Juni 1861 präsentierte Thaddeus Lowe am Columbia Amory (Washington, D.C.) sein Luftfahrzeug, das an jenem Tag 152,4 Meter (500 Fuß) aufstieg und an Präsident Abraham Lincoln ein Telegramm schickte. Die amerikanische Unionsarmee hat scheinbar nach der Auflösung des Ballon Corps im Jahr 1863 mehrere dieser Fluggeräte verwendet.

 

1864 - 1886: Die erste gepanzerte HMS Enterprise (Royal Navy, Großbritannien)
Als Variante der Research-Klasse war diese HMS Enterprise das erste, mit Eisen gepanzerte Schiff der britischen Seeflotte, das als "leichtgewichtiges Kampf- bzw. Kriegsschiff" klassi-fiziert wurde. Die Kosten für das von Edward Reed entworfene und in den Royal Dockyards (Deptford, England) gebaute Wasserfahrzeug beliefen sich auf 62.464 Pfund.
Die Eisenplatten der Panzerummantelung hatten jeweils eine Stärke von 11,43 Zentimeter (4,5 Zoll) und verliefen unterhalb der Frachträume bis hin zu den höheren Decks.
Im Jahr 1868 wird bei den Malta Dockyards im Mittelmeer, wo das Schiff überweigend einge-setzt wurde, die Bordbewaffnung in vier 7-Zoll (17,78 Zentimeter) MRL-Geschütze umgerüstet. 1871 zieht man die HMS Enterprise vom aktiven in den Reservedienst zurück. Vier Jahre später, 1875, dient es im Hafen von Chatham (England). Am 23. Februar 1884 verkauft die Royal Navy das Schiff an die Firma Mesers, Castle & Sons. Doch bereits im November 1886 verkauft man das Schiff erneut: dieses Mal für die Demontierung und Verschrottung.

Technische Spezifikationen:

Name: H.M.S. Enterprise
Schiffsart: Sloop of War
Zugehörigkeit: Royal Navy, Großbritannien
Existenz: 09. Februar 1864 bis November 1886
Kommandanten: k/A
Länge: 54,864 Meter (180 Fuß)
Breite: 10,973 Meter (36 Fuß)
Tiefgang: 3,780 - 4,602 Meter (12,4 - 15,1 Fuß)
Bewaffnung: Zwei 100-Pounders, zwei 110-Pounder Breach Loader (O.-Konfig.)
Verdrängung: 1.350 Tonnen
Geschwindigkeit: 9,9 Knoten
Antriebssystem: Ein horizontaler Ravenhill-Dampfkolbenmotor,
2x45-Zoll-Zylinder, 18 Zoll Hubhöhe, 690 PS,
90 RPM, 95 Tonnen Steinkohle
Besatzungsstärke: 130 Personen
 

1874 - 1909: Die vierte USS Enterprise (US Navy, USA)
Dieses Schiff ist der vierte und letzte Segler unter diesem Namen. Denn mit Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zum Ersten Weltkrieg verschwanden die traditionellen Segelschiffsbauer langsam von der Bildfläche.
Die USS Enterprise wurde in den Portsmouth Navy Yards in Kittery (US-Bundesstaat Maine) gebaut und am 16. März 1877 in den aktiven Dienst gestellt (Stapellauf: 13. Juni 1874). Im Laufe ihrer Dienstzeit kommt es zu keinem Kampfeinsatz bzw. Gefecht mit feindlichen Schiffen. Bis April 1878 fährt die Enterprise auf inländischen Flüssen und heimatlichen Ge-wässern. Bevor sie im Dezember 1878 sich auf den Weg nach Europa macht, wo sie viele Häfen Nordeuropas, sowie im Mittelmeer anläuft, befährt das Segelschiff im Sommer den Amazonas.
Am 09. Mai 1880 kehrt die USS Enterprise nach Amerika zurück, wo sie in den Washington Navy Yards repariert wird. Am 01. Januar 1883 bricht das Schiff zu einer dreijährigen, weltweiten hydrografischen Begutachtungsmission auf.
Zwischen dem 21. März 1886 und dem 20. Mai 1890 wird sie in New York zweimal aus dem aktiven Dienst genommen und wird für ein Jahr (September 1891 bis September 1892) als Trainingsschiff der US Naval Academy in Annapolis eingesetzt. Anschließend leiht sich für 17 Jahre der Commonwealth of Massachusetts die Enterprise als Marine-Schulschiff. Am 04. Mai kehrt sie zur US Navy zurück, wird aber nach kurzer Zeit, am 01. Oktober 1909, verkauft.

Technische Spezifikationen:

Name: U.S.S. Enterprise
Schiffsart: Dreimaster
Zugehörigkeit: US Navy, USA
Existenz: 13.06.1874 bis 01.10.1909
Kommandanten: k/A
Länge: 56,388 Meter (185 Fuß)
Breite: 10,668 Meter (35 Fuß)
Tiefgang: 4,359 Meter (14,3 Fuß)
Bewaffnung: Eine 11"-Smothbore,
Vier 9"-Geschütze,
Eine 60-Pounder
Verdrängung: 1.375 Tonnen
Besatzungsstärke: 184 Personen
Quelle [Foto]: US National Archives

Das dreimastige Segelschiff USS Enterprise (Sloop of War) an der US-amerikanischen Küste vor Anker.
 

1919 - 1946: Der Zerstörer HMS Enterprise (Royal Navy, Großbritannien)
Die HMS Enterprise, die kurz nach dem Ersten Weltkrieg von der John Brown Shipbuilding & Engineering Company Ltd. (Clydebank, Schottland) gebaut wurde, gehörte zu den leichten Kreuzern der E-Klasse. Zwar wird sie am 23. Dezember 1919 vom Stapel gelassen, die briti-sche Royal Navy stellt sie jedoch erst am 07. April 1926 in Dienst. Bis 1937 dient der Zer-störer im Ostindischen Ozean, wo er u.a. dem vierten Kreuzerschwadron (bis 1934) angehört. Am 30. September 1938 stellt man das Schiff in den Reservedienst zurück.
Als am 01. September 1939 der Zweite Weltkrieg ausbricht, entscheidet sich die Royal Navy, den Zerstörer wieder in den aktiven Dienst zurückzuholen, wo es im Oktober transatlantische Konvois begleitet. Am 19. April 1940 entgeht die Enterprise knapp den Angriffen des deut-schen U-Bootes U-65, dessen Torpedos das Schiff verfehlen. Fünf Tage später greift sie deut-sche Stellungen in Norwegen an und wird im Juni der Force H, kommandiert von Admiral Sir James Somerville, bei Gibraltar zugewiesen.
Zusammen mit den Kreuzern HMS Newcastle und HMS Cumberland macht sich die HMS Enterprise am 05. Dezember 1940 auf die Suche nach dem deutschen "Plünderer" Thor. Im Januar 1941 verlegt die Royal Navy die D-52 (so die Registrierungsnummer der Enterprise) in den indischen Ozean, um dort Rashid Ali zu unterstützen, der im Irak für den Frühling eine Revolte geplant hat. Vom 11. bis 18. März 1941 wird die Enterprise in Colombo (Sri Lanka) überholt und repariert.

Im Dezember 1941 eskortiert die HMS Enterprise Truppenschiffe nach Singapur und Rangoon und schließt sich dann der Ostflotte (unter Admiral J. Somerville) an. Am 1. Weihnachts-feiertag 1942 unterzieht sie sich einer Überholung und Modernisierung, die bis zum 31. Oktober 1943 dauern sollte. In der Bay of Biscayne versenkt die Enterprise am 27. Dezember 1943 den deutschen Blockadebrecher Alsterufer. Einen Tag später gelingt es der Besatzung von D-52 zusammen mit der HMS Glasgow zehn deutschen Zerstören den Weg abzuschnei-den. Beide englische Kreuzer nehmen die Flotte so enorm unter Beschuss, dass die deut-schen Schiffe T-25, T-26 und Z-27 sinken.
Vom 03. bis 29. Februar 1944 muss sich die Enterprise einer weiteren Überholung unter-ziehen, bevor sie der 122. Western Naval Forces zugewiesen wird.
In den frühen Morgenstunden des 06. Juni 1944 nimmt die HMS Enterprise zusammen mit der HMS Black Prince, USS Nevada und USS Quincy die Normandie im amerikanischen Sektor unter Beschuss. Die folgenden zwei Tage muss die Enterprise vor der deutschen Luftwaffe flüchten, von der sie ins Visier genommen wurde.
Am 25. Juni 1944 trifft der Zerstörer D-52 in Portland (England) ein, um die Truppen in Cherbourgh zu unterstützen. Gegen Mittag eröffnet das Schiff das Feuer auf Querqueville (Frankreich).
Mit dem 05. Januar 1945 verlegt man die HMS Enterprise in den Reservedienst und im Mai hilft sie bei der Heimreise der britischen Truppen aus dem Fernen Osten. Am 13. Januar 1946 kehrt sie letztmalig nach Großbritannien zurück, wo sie von der Royal Navy am 11. April verkauft wird. Nur zehn Tage später wird der recht siegreiche Zerstörer in Newport (Wales) verschrottet.

Technische Spezifikationen:

Name: H.M.S. Enterprise
Quelle [Foto]: Royal Navy

Der Zersörer H.M.S. Enterprise im Dezember 1943 vor der Schlacht in der Bay of Biscayne.
Schiffsart: Zerstörer, Leichter Kreuzer
Klasse: E-Klasse
Registrierung: D-52
Schwesterschiffe: H.M.S. Emerald,
H.M.S. Euphrates
(Bauabbruch: 26.11.1918)
Zugehörigkeit: Royal Navy, Großbritannien
Existenz: 23.12.1919 bis 21.04.1946
Kommandanten: k/A
Länge: 173,736 Meter (570 Fuß)
Breite: 16,642 Meter (54,6 Fuß)
Tiefgang: 5,060 Meter (16,6 Fuß)
Bewaffnung: Sieben 6-Zoll- (L50) und fünf 4-Zoll-Geschütze
Verdrängung: 7.335 Tonnen (Leergewicht); 9.435 Tonnen, davon 1.746 Tonnen Öl
Geschwindigkeit: Max. 32 Knoten
Reichweite: 1.350 Nautische Meilen bei 32 Knoten
8.000 Nautische Meilen bei 15 Knoten
Antriebssystem: Vier Raddampfturbinen von Brown-Curtis,
acht Boiler von Yarrow
Besatzungsstärke: 572 Personen
 
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(© by K. Breit, 2003)

Letztes Update: 17.05.2004

 
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