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01. Die Entstehung des Borg-Kollektivs
Über die Entstehung der Borg und ihren geschichtlichen
Verlauf bis zum 23. Jahrhundert ist nur sehr wenig bekannt. Es wird aufgrund
der Borg-Bezeichnungen aber angenommen, dass das Kollektiv schon seit
mehreren Jahrhunderten, wenn nicht sogar Jahrtausenden, existieren muss.
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Die Borg waren einst wie jede andere humanoide Spezies:
eine rein biologische Lebensform. In ihrem Streben nach Perfektion
fügten sie jedoch irgendwann einmal technologische Komponenten
hinzu und verbanden ihren Verstand zu einem großen Kollektiv,
mit einem gemeinschaftlichen Geist.
Das Streben der Borg nach Perfektion war so stark, das sie damit
begannen, fremde Spezies (deren technologischer Fortschritt meist
sehr fortgeschritten war) in ihr Kollektiv zu integrieren. Das gesamte
Wissen, sämtliche technologische Errungen-schaften und die
Fähigkeiten einzelner Individuen standen somit den Borg zur
Verfügung.
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Letztlich wurde die Assimilation fremder Kulturen zu einer
der wichtigsten Bestandteile des Borg-Kollektivs, das seit seiner Entstehung
keinen Platz mehr für eigenen Forschungsdrang ließ. Nur anhand
dieser Integration konnten die Borg ihr Wissen erweitern, neue Technologien
"entwickeln" und ihrem Streben nach vollendeter
Perfektion Stück für Stück näher rücken. Unter
anderem haben sie dadurch auch die Fähigkeit entwickelt, sich innerhalb
weniger Minuten gegen neue Waffen-systeme anzupassen; was die Borg praktisch
unbesiegbar macht.
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02. Die "Erforschung" der
gesamten Milchstraße
Im Laufe der Zeit errichteten die Borg in ihrem Hauptterritorium
im Delta-Quadrant einen nahezu unbezwingbaren Unikomplex.
Sie konstruierten gigantische, absolut symmetrische Raumschiffe, mit denen
sie kreuz und quer durch die Galaxie reisen konnten. Die Transwarp-Technologie
ermöglichte es dem Kollektiv in relativ "kurzer" Zeit von
einem
Quadranten zum nächsten zu fliegen; bis sie schließlich in
den Alpha-Quadranten vordrangen. Die Ferengi (Spezies 180) waren vermutlich
eine der ersten Spezies in diesem Teil der Milchstraße, die von
den Borg recht früh assimiliert wurden. Erstkontakte mit den Menschen
(Spezies 5618) oder Vulkaniern (Spezies 3259), dagegen sollten erst in
einigen Jahrhunderten statt finden.
Im 20. Jahrhundert wird von der Erde die Voyager-6-Sonde
gestartet und verschwindet kurz darauf spurlos. Die Sonde trifft auf einen
Maschinenplaneten, auf dem sie repariert und zur Erde zurück geschickt
wird.
Möglicherweise gehörte dieser Planet zum Borg-Kollektiv. Allerdings
ist dies nur eine Spekulation. [Anmerkung: Als die TNG-Episode "Zeitsprung
mit Q" gedreht wurde, scherzte Gene Roddenberry darüber, dass
der in "Star Trek: Der Film" zu sehende Maschinenplanet der
Heimatplanet der Borg gewesen sein könnte.]
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03. Angriffe auf den Alpha-Quadranten
und die Vereinigte Föderation
Ihren ersten größeren und verheerenden Angriff
im Alpha-Quadrant, der in dieser Form bekannt ist, führte das Kollektiv
im Jahr 2293 gegen die Heimatwelt der El-Aurianer. Die meisten Bewohner
wurden dabei getötet
oder von den Borg assimiliert. Die, die überlebten, flüchteten
mit alten Schiffen und verstreuten sich in der gesamten Galaxie. Zwei
der el-aurianischen Transporter geraten bei ihrer Flucht vor den Borg
in ein Energieband namens Nexus. Das Föderationsraumschiff USS Enterprise-B,
unter Captain John Harriman, trifft zwar rechtzeitig am Unglücksort
ein, kann aber nur einen Teil der Flüchtlinge retten; darunter Guinan
und Dr. Tolian Soran.
Als sich im Alpha-Quadranten die Gerüchte über
die Borg vermehrten, beschlossen die Wissen-schaftler Erin und Magnus
Hansen mehr über das Kollektiv in Erfahrung zu bringen. Samt Tochter
Annika brachen die Hansens mit der USS Raven
NAR-32450 in den 2350-er Jahren zu ihrer Forschungsreise auf; verspottet
von ihren wissenschaftlichen Kollegen. Und letztlich würden die Daten,
die die Familie über die Borg sammeln konnte, niemals die Erde erreichen.
Denn die Hansens wurden von den Borg assimiliert und die Raven stürzte
auf einem Planeten im Raum der Boma ab.
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Im Jahr 2364 greifen die Borg erneut den Alpha-Quad-ranten
an und vernichten sämtliche Außenposten der Föderation
und des romulanischen Sternenimperiums entlang der Neutralen Zone.
Dabei könnten sowohl Mitglieder der imperialen, als auch Mitglieder
der föderierten Sternenflotte assimiliert worden sein.
Die Romulaner und die Vereinigte Föderation gaben sich zunächst
gegenseitig die Schuld an diesem Massaker, doch es stellte sich
heraus, das keine der beiden Seiten dafür verantwortlich war.
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Im Jahr 2365 kam es dann zum ersten aktiven bzw. bewussten
Kontakt der Föderation mit dem Borg-Kollektiv. Die USS Enterprise-D
wurde von Q rund 7.000 Lichtjahre in den Delta-Quadranten geschickt, wo
die Besatzung auf
einen Kubus traf. Da die Borg scheinbar ebenfalls das erste Mal einem
Raumschiff der Föderation begegneten, begannen sie die Enterprise-D
zu untersuchen. Dabei schnitten sie u.a. einen Teil aus der Untertassensektion,
was zu Todesfällen in der Schiffsbesatzung führte. Bevor schlimmeres
geschehen konnte, schickte Q die Enterprise wieder in ihre Heimat zurück,
doch es war nur eine Frage der Zeit, bis auch die Borg in den Alpha-Quadranten
zurückkehren würden.
Rund zwei Jahre nach diesem Zwischenfall war es dann auch
soweit: die Borg erreichten den Alpha-Quadranten und vernichteten dabei
die föderierte New Providence-Kolonie. Kurz darauf entdeckte die
Enterprise-D einen Kubus des Kollektivs und alarmierte die Sternenflotte.
Es wurde eine Flotte von vierzig Schiffen zusammen gestellt, die den Kubus
bei Wolf 359 abfangen sollte. Unglücklicherweise wird Captain
Jean-Luc Picard von den Borg assimiliert und so verwandelte sich die Raumschlacht
bei Wolf 359 in ein katastrophales Desaster, bei dem 39 Schiffe vernichtet
oder nahezu zerstört wurden und rund 11.000 Personen ihr Leben verloren
- darunter Captain Benjamin Siskos erste Frau Jennifer. Er selbst konnte
sich mit seinem Sohn Jake in Sicherheit bringen.
Einem Außenteam der Enterprise-D gelang es, Captain
Picard, der mittlerweile den Namen "Locutus von Borg" trug,
aus den Händen der Borg zu befreien. Bevor der Kubus größeren
Schaden anrichten konnte, wurde er mit der Hilfe Picards über der
Erde vernichtet. Wie sich noch herausstellen würde, gelang einigen
Borg auf unbekannter Weise die Flucht.
Ende 2368 traf die Enterprise-D erneut auf die Borg. Ein
kleines Aufklärungsschiff war auf einem Planeten abgestürzt,
wobei vier von fünf Drohnen ums Leben kamen. Trotz Picards Widerstand
gelingt es Dr. Beverly Crusher den schwer verletzten Borg an Bord der
Enterprise zu bringen. Da Three of Five den Absturz überleben würde,
entschied Picard ihn mit einem tödlichen Virus zu infizieren, der
das
Kollektiv auslöschen sollte. Allerdings wurde die Drohne, die sich
mittlerweile Hugh nannte, während ihres Aufenthalts an Bord des Föderationsschiffes
immer mehr zu einem Individuum. Und so ent-schied man die Individualität
als "Waffe" gegen die Borg einzusetzen.
Wie sich jedoch einige Monate später herausstellte, ging dieser Plan
nicht auf. Die abtrünnigen Borg - Drohnen, die von Hughs Individualität
"infiziert" wurden - lösten sich vom Kollektiv und begannen
gemeinsam ihren eigenen Weg zu gehen. Datas Bruder Lore
übernahm das Kommando über die abtrünnige Gruppe, als diese
ihr Chaos nicht mehr unter Kontrolle bekamen. Im Gegensatz zu den typischen
Schiffen des Kollektivs, waren die Raumer der abtrünnigen Borg asymmetrisch.
Der letzte Angriff des Borg-Kollektivs auf die Erde erfolgte
im Jahr 2373, als ein Kubus in Sektor 001 zurückkehrte. Die Borg
öffneten, nachdem ihr Schiff von einer Armada der Sternenflotte zerstört
wurde, einen temporalen Zeitwirbel, um in die irdische Vergangenheit zu
reisen. Vermutlich erhielt das Kollektiv sein Wissen über Zeitwirbel
von den im Delta-Quadranten lebenden Krenim, welche Kenntnisse über
Zeitmanipulationen besitzen.
Der USS Enterprise-E gelingt es, der Borg-Sphäre in das irdische
21. Jahrhundert zu folgen, um das Vorhaben der Borg zu vereiteln. Obwohl
die Drohnen unter Führung der Borg-Königin das Föderationsschiff
teilweise zu assimilieren, kann die Besatzung der Enterprise-E die veränderte
Zeitlinie wiederherstellen und alle Borg samt Königin
eliminieren. Allerdings unterlief Captain Picards Leuten ein gravierender
Fehler: man übersah am Nordpol Drohnen, die es scheinbar irgendwie
nahezu unbeschadet auf die Oberfläche geschafft hatten. Diese Borg
sollten Jahrzehnte später von einer arktischen Forschergruppe des
22. Jahrhunderts gefunden werden. Die Enterprise NX-01 unter Captain Jonathan
Archer kann jedoch ein assimiliertes Schiff stoppen und eliminieren.
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04. Das Borg-Kollektiv im Delta-Quadrant
Etwa drei Jahre nach ihrer Strandung im Delta-Quadranten
erreicht das Föderationsraumschiff USS Voyager NCC-74656 im Jahr
2374 das Territorium der Borg. Da aber scheinbar ein noch gefähr-licherer
Gegner als das Kollektiv existierte, ging Captain Kathryn Janeway eine
Allianz mit den Borg ein. Für die Zeit der
Zusammenarbeit wurde der Besatzung die weibliche Drohne Seven of Nine
zur Verfügung gestellt, die die Borg repräsentieren sollte.
Man findet heraus, dass sie ursprünglich menschlich gewesen war und
befreit sie aus dem Kollektiv, nachdem Captain Janeway entdeckte, dass
die Borg selbst mit dem Krieg gegen Spezies 8472 begonnen hatten.
Seven, die im Laufe der langen Heimreise der Voyager als
Annika Hansen identifiziert werden konnte, wurde in die Schiffsbesatzung
der Voyager integriert. Janeway und der holografische Doktor halfen ihr
dabei zur Menschlichkeit zurückzufinden; was zunächst mit einigen
Schwierigkeiten verbunden war.
Im Jahr 2375 gerät die Voyager in eine Falle der Borg-Königin,
die eine scheinbar exakte Nach-bildung ihrer im Alpha-Quadranten verstorbenen
Vorgängerin sein musste. Um das Föderationsschiff zu retten,
läuft Seven of Nine über. Die Borg sahen von einer Integrierung
Sevens in das Kollektiv ab, da sie als Individuum der Borg-Königin
bei der Assimilation der Menschheit helfen sollte. Doch bevor es dazu
kommt, wird sie von der Voyager befreit.
Einige Monate später stößt die Voyager auf einen schwer
beschädigten Kubus, auf dem sich halb-ausgereifte Borg-Kinder befanden.
Vier von ihnen (Icheb, Mezoti, Azan und Rebi) werden von der Besatzung
aufgenommen. Seven erhält von Janeway den Auftrag, sich um die Kinder
zu kümmern und sie bei der Entwicklung als eigenständige Individuen
zu unterstützen.
Ende 2377 kommt es zum letzten großen Schlag gegen
das Kollektiv. In einem Nebel endeckt die Voyager ein gigantisches Transwarp-Knotennetz,
mit dem die einzelnen Borg-Schiffe binnen weniger Minuten jeden beliebigen
Punkt in der Galaxie erreichen können. Da dies zu einem enormen Sicherheitsrisiko
für das gesamte freie Leben werden könnte, beschließt
man mit Hilfe der in die Vergangenheit gereisten Admiral Janeway das Knotennetz
zu zerstören, es aber gleichzeitig zur Heimreise zu nutzen. Zur Ablenkung
fliegt die Admiralin mit ihrem Shuttle zum Unikomplex und infiziert durch
ihre Assimilation die Borg mit einem tödlichen Virus. Dadurch kann
die Voyager das Transwarp-Knotennetz der Borg zerstören und zur Erde
zurückkehren. Die Borg-Königin und hunderte von Drohnen kommen
ums Leben, als der gesamte Unikomplex explodiert.
Es ist unwahrscheinlich, dass alle Borg ausgelöscht
wurden, da sie über die gesamte Galaxie verstreut waren und es einige
Zeit gedauert hätte, bis der Virus jede Drohne erreicht hätte.
Dennoch wurde zumindest ein großer Teil von ihnen durch die Explosion
des Unikomplex' vernichtet. Möglicherweise benötigen die überlebenden
Drohnen eine ähnlich lange Zeit, um wieder bis dato alten Stärke
zurückzugelangen. Über den weiteren geschichtlichen Verlauf
ist nichts mehr bekannt.
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