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Nachdem Unglück wurde eine
offizielle Untersuchung eingeleitet. Der ermittelnde
Captain befand das Ganze schließlich nur
als Unfall. Deshalb war es kein dunkler Fleck
in Genes Dienstakte. Der Unfall wurde von seinem
Vorgesetzten nicht einmal vermerkt. Zwei Tage
danach saß Gene wieder im Cock-pit einer
B-17. Jedoch sollten die B-17 durch die neuen
B-24 ersetzt werden. Gene erhielt zwar noch eine
Einweisung in die B-24 und flog mehrere Einsätze
als Copilot mit, kurz danach (im September 1943)
wurde aber die 349-te Bomber
Schwadron in die Vereinigten Staaten zurückbeordert.
Gene kehrte nach Los Angeles zu seiner Familie
und zu seiner Frau Eileen zurück (die er
vor seiner Ver-setzung nach Hawaii geehelicht
hatte) und erhielt 30 Tage Urlaub. Die Los Angeles
Times druckte sein Foto ab, zusammen mit einer
kurzen Darstellung seiner Aktivitäten im
Pazifik. Die US Air Force entschied Ende September
ironischerweise, dass man Gene's Erfahrungen und
Kenntnisse bei der Aufklärung von Flugzeugabstürzen
benötigte. Da man aber offensichtlich
nicht genau wusste, wo man diese am Besten einsetzen
konnte, wurde Gene zwischen dem Oktober 1943 bis
Februar 1944 mehrmals versetzt und im April zum
Captain befördert. Schließlich verließ
Gene 1945 das Militär.
Im Juli 1945 wurde Gene Roddenberry Pilot bei
der US-Luftfahrts-Gesellschaft PanAm. Den Wechsel
dorthin muss er wohl schon recht früh geplant
haben, da er bereit im März '45 eine entsprechende
Pilotenlizenz beantragt hatte. Mitte Juni 1947
wurde Gene erneut in einen Flugzeugkatastrophe,
aufgrund technischer Problem, verwickelt. Der
PanAm-Flug 121 legte mit brennenden Motoren und
Passagierkabine um 1.45 Uhr Ortszeit über
der syrischen Wüste eine Bruchlandung hin.
Es verloren viele Menschen dabei ihr
Leben. Entweder durch den Aufprall oder durch
das Feuer in der Kabine. Gene konnte sich und
einige Passagieren aus dem Flugzeug befreien.
Für diese Tat erhielt er eine weitere Auszeichnung.
Gene war zunächst noch weiter als Pilot für
die PanAm tätig, er kündigte jedoch
am 15. Mai 1948.
Gene Roddenberry entschied sich nun das Piloten-Dasein
entgültig an den Nagel zu hängen und fortan Kurzberichte,
Gedichte und Romane zu schreiben. Doch aufgrund der technichen
Entwicklung war auch diese Tätig-keit nur von kurzer
Dauer, da das Fernsehen immer mehr in den Vordergrund rückte.
Immer mehr Menschen und Familien besaßen mit der Zeit
ein TV-Gerät.
Nach dem Krieg begann sich Los Angeles langsam zu dem zu entwickeln,
was es heute ist: eine Filmstadt. Dennoch sagte sich Gene
nicht völlig vom Schreiben los.
1949 bewarb sich Gene, inspiriert
von seinem bei der Polizei arbeitendem Bruder
Bob, beim Los Angeles Police Department und leistete
am 1. Februar 1949 seinen Eid als Polizist. Danach
begab er sich in die LAPD-Grundaus-bildung. 1952
veröffentlichte die Hauszeitung der LAPD,
"The Beat", Gene's ersten Bericht. Letztlich
begann der ehemalige B-17-Pilot damit, Drehbücher
für verschiedene Polizei-Fernsehserien, wie
"Naked City", oder "US Steel Hour",
zu schreiben.
Gene's berufliche Karriere verlief recht gut,
im Gegensatz zu seiner Ehe mit Eileen. Dennoch
wird 1954 Gene's zweite Tochter Dawn geboren.
Die Arbeit deckte Gene zeitlich so ein, dass Eileen
immer unglücklicher mit der Situation wurde.
Schließlich kündigte Gene Mitte '56
den Polizeidienst bei der LAPD, um sich vollends
auf die Arbeit als Drehbuchautor zu konzentrieren.
Seine Ehe schien sich dadurch zunächst wieder
etwas zu fangen.
1959 begann Gene erstmals eine eigene Serie zu
produzieren. Es handelte sich um eine Anwalts-serie
mit dem Titel "333 Montgomery
Street", deren Hauptrolle der Schauspieler
DeForest Kelley spielen sollte. Doch der Pilotfilm
wurde von den Filmstudios nicht angenommen und
somit ging die Serie nicht an den Start.
Nach mehreren Misserfolgen gelang Gene 1963 endlich
der Durchbruch mit seiner Serie "The Lieute-nant".
Es wurden mehrere Episoden gedreht, doch Mangels
der Einschaltquoten wurde die Serie nach einem
Jahr wieder abgesetzt.
Kurze Zeit später startete
Gene einen neuen Versuch. Diesmal sollte es sich
um eine Science-Fiction-Serie handeln; davon,
wovon er schon immer als Kind fasziniert gewesen
war. Er sammelte seine neuen Ideen und schuf schließlich
ein Projekt, dessen Name in die Geschichte eingehen
werden würde: "STAR TREK".
Nachdem sein Konzept der Serie stand, gab es neue
Probleme. Er musste nach einer Produktions-firma
suchen, die sich für seine Geschichte interessierte,
was aber nicht der Fall war. Zunächst. Die
Ablehnung wurde damit begründet, dass Western-Serien
wie "Bonanza" beim amerikanischen Publikum
viel zu beliebt waren, obwohl man das Potential
Gene's Idee durchaus nicht abstreiten wolle.
Doch im Angesicht des erneuten Scheiterns landete
Gene bei einer kleinen Firma namens "Desilu
Studios". Das Science-Fiction-Konzept wurde
Gene zwar nicht gleich abgenommen, man versprach
ihm aber, dass einige Teile verwirklicht werden
würden.
Gene begann das Konzept von "Star Trek"
weiter auszubauen und zu überarbeiten. Als
er die neue Version bei Desilu Studios vorlegte,
begann die Firma tatsächlich ihr Versprechen
einzulösen und nach geeigneten Investitoren
zu
suchen. Bei CBS wurde bereits ein eigenes Konzept
einer Sci-Fi-Serie mit dem Namen "Lost in
Space" produziert. Die Konkurrenz von CBS,
NBC, hatte jedoch noch kein Konzept und so wurde
schließlich ein Vertrag mit Gene geschlossen.
Man stellte ihm Geld zur Verfügung, mit dem
er drei Drehbücher aus seinem Konzept erstellen
sollte.
Nachdem Gene Roddenberry dann drei Drehbücher
bei NBC vorlegte, fiel deren Entscheidung auf das Buch mit
dem Titel "The Cage". Von Oktober 1964 bis 1965
fanden die Produktionsarbeiten statt. Doch das fertige Produkt
gefiel den Verantwortlichen von NBC nicht so recht. Da man
aber an dem Projekt "Star Trek" nach wie vor festhielt,
gab man Gene die Anweisung, sein Drehbuch noch einmal neu
zu überarbeiten.
Mitte 1965 hatte Gene eine neue
Version seines ersten Drehbuchs erstellt. Der
Titel hieß: "Where No Man Has Gone
Before". Viele der alten Charaktere wurden
dabei ausgetauscht. William Shatner übernahm
nun die Rolle des neuen Captains vom
Raumschiff Enterprise. Leonard Nimoy und James
Doohan, die schon in "The Cage" mitgespielt
haben, behielten ihre Rollen im neuen Pilotfilm.
Majel Barrett, die zuvor die Erste Offizierin
der Enterprise gespielt hatte, übernahm nun
die Rolle der Krankenschwester Christine Chapel.
Für die Rolle des Schiffsarzts konnte Gene
DeForest Kelley, der bei der nicht produzierten
Serie "333 Montgomery Street" mitspielen
sollte, für sich gewinnen.
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