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01. Die Urzeit
Bevor aus den Klingonen eine, für ihren heutigen Standpunkt,
kultivierte Rasse und Gesellschaft wurde, lebten sie lange
unter tyrannischen Verhältnissen. Das Leben auf der Qo'noS
war von permaneten Machtkämpfen geprägt, die zwischen
den verschiedenen Provinzen tobten. Wem es nicht gelang, sich
durch das Kämpfen verschiedener Schlachten Respekt und
Ansehen zu ver-schaffen, wurde schon bald selbst von anderen
oder den Provinzherren niedergerannt oder unter-drückt.
Wörter wie "Ehre", die tausende von Jahren
später einmal Grundlage für die klingonische Gesellschaft
darstellen werden, fanden zu dieser geschichtlichen Epoche
keinerlei Beachtung. Jeder war sich selbst und seiner eigenen
Familie am nächsten.
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Für eine der brutalsten Schlachten
jener Zeit sorgte einer der ersten klingonischen Imperatoren
einer größeren Provinz. Monatelang besetzten
10.000 Krieger des Imperators Sompek die verfeindete
Stadt Tong Vey. Jeder Klingonen, der sich der
Belagerung wehrte wurde hingerichtet. Erst als sich
alle Einwohner Tong Veys ergaben, hob Sompek die Belagerung
auf. Doch statt der friedlichen Auflösung, befahl
der tyrannische Imperator, die Stadt dem Erdboden gleichzumachen
und die gesamte Stadtbevölkerung zu vernichten.
Dies sollte allen anderen Feinden ein Zeichen setzten.
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02. Die Entstehung eines berühmten
Imperiums
In der frühen irdischen Neuzeit war die
klingonische Heimatwelt Qo'noS noch immer von tyrannischen
Herrschern besetzt und regiert worden. Die Zustände hatten
sich gegenüber der Urzeit kaum gebessert. Doch diese
Verhältnisse sollten Qo'noS nicht mehr lange prägen.
Im Jahre 825 n.
Chr. (nach der irdischen Zeitrechnung) türmte sich ein
Klingone gegen den tyrannischen Imperator Molor auf, der eine
grausame Politik auf Qo'noS führte, und tötete ihn
schließlich in einer legendären Schlacht mit einer
selbstentwickelten Waffe: dem Bat'leth-Schwert. Dieser mutige
Krieger wurde zur legendärsten Figur in der Geschichte
der gesamten klingonischen Gesellschaft: Kahless, der Unvergessliche.
Mit Kahless brach ein neues Zeitalter auf der klingonischen
Heimatwelt an. Er entwickelte und erließ schließlich
die "Gesetze
der Ehre", wodurch die klingonische Rasse zu dem wurde,
was sie heute ist; eine kultivierte und kriegerische Rasse.
Doch nicht alle Klingonen folgten zunächst Kahless' Gesetze
der Ehre. Selbst sein Bruder Morath entehrte eines Tages sich
und seine Familie, indem er log. Kahless suchte Morath kurz
darauf auf und besiegte ihn in einem zwölf Tage und zwölf
Nächte andauernden blutigen Kampf.
Kahless Höhepunkt war die Ernennung zum klingonischen
Imperator, der über das gesamte klingonische Volk in
Würde
und Ehre regierte. Sein Blut wurde adelig und sein Thron durfte
nur von einem direkten Nachkomme übernommen werden, um
die Stabilität, Sicherheit und den Zusammen-halt des
jungen Reichs zu gewährleisten, nachdem Kahless von der
Mehrheit der Klingonen akzeptiert und später sogar verehrt
wurde.
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03. Die Entwicklung des Reichs nach
der Wende durch Kahless
Das klingonische Reich wuchs im Laufe der Jahrhunderte
unter imperialer Herrschaft. In sämtlichen Sektoren galten
die Krieger als abscheulich und wurden von anderen wiederum
respektiert. Die Gesetze der Ehre waren
mittlerweile ein fester Bestandteil der klingonischen Kultur.
Jeder befolgte sie und lebte nach ihnen. Trotzdem musste das
Reich immer wieder Überfälle von anderen Kulturen
hinnehmen. So wurde Qo'noS beispielsweise im Jahre
1370 Ziel von den Hur'q, die das legendäre Schwert des
Kahless raubten, welches seither als verschollen gilt.
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Und so kam es, dass die Menschen von
dem Planeten Erde im Jahr 2151 auf den ersten Klingonen
trafen. Jedoch nicht im Weltall, sondern auf der Erde
selbst. Ein einzelner Klingone, der von den geheimnisvollen
Suliban gejagt wurde,
stürzte mit seinem Schiff im ehemaligen US-amerikanischen
Bundesstaat Oklahoma, nahe der Stadt Broken Bow ab.
Die terranische Sternenflotte, die noch nicht lange
existierte, da die Menschen
erst jetzt im Begriff waren, aktive Raumfahrt mit der
Warptechnologie zu betreiben, beschloss den verwundeten
Klingonen zur Heimatwelt Qo'noS zu bringen.
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Im Jahr 2069 kam es zu einer Lücke in der adeligen
Herrschaft. Der letzte Imperator starb und es gab keinen direkten Thronfolger.
So übernahm der klingonische Hohe Rat die Herrschaft und wurde im
Laufe der Zeit mächtiger und launischer. Das klingonische Reich befand
sich danach auf einem regelrechten Kreuzzug und dehnte sich immer weiter
aus.
2154 bricht im Reich eine mysteriöse Krankheit aus,
die die Genstruktur der Klingonen angreift, was wiederum zu
physiologischen
Veränderungen führt. Als Folge dessen bilden sich
die Stirnwülste zurück und verschwinden nahezu ganz.
Erst im 23. Jahrhundert, etwa um 2270 erholen sich die Krieger
wieder von dieser Katastrophe. Die genetischen Merkmale regenerieren
sich im Laufe der Zeit wieder und die klingonische Rasse wird
äußerlich wieder zu der Spezies, die sie vor dem
Ausbruch einmal war.
Im späten 22. Jahrhundert ließ der
klingonische Hohe Rat im Stadtzentrum der Hauptstadt Qo'noS'
eine große Halle errichten (siehe Abbildung), aus der
das Reich regiert werden sollte. Schon recht bald wurde die
Große Halle zum
politischen Machtzentrum. Schließlich ernannte man einen
vorsitzenden Regenten, der vom Hohen Rat, welcher sich aus
den
Führer der rund 25 mächtigsten klingonischen Häusern
zusammensetzte, gewählt wurde: der klingonische Kanzler.
Adelige Familien konnten dem Hohen Rat beitreten, sofern sie
von diesem als würdig und ehrenhaft genug befunden wurden.
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04. Die klingonischen Kanzler des
23. und 24. Jahrhunderts
Viele klingonische Kanzler regierten das Reich. Frauen
und Männer waren einander gleichgestellt und konnten
Führer mächtiger klingonischer Häuser werden.
Letztendlich gab es im Laufe der Zeit auch weibliche Kanzler,
denen ebenso Respekt und Ehre von allen klingonischen Völkern
anerkannt wurde, wie ihren männlichen Kollegen. Schließlich
waren Klingoninnen ebenso ehrwürdige und gefürchtete
Kriegerinnen, wie die männlichen Krieger.
Im Laufe der verschiedenen neuzeitlichen Epochen, wurde das
klingonische Reich von vielen Kanzler und Kanzlerinnen regiert.
Die meisten waren aber nach dem
Ende deren Amtszeit wieder vergessen, wenn sie sich nicht
in heldenhaften Schlachten einen Namen machen konnten.
Nachfolgend gibt es eine kleine Übersicht über die
Kanzler ab dem späten 23. Jahrhundert:
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05. Krieg und Frieden
In seiner Geschichte führte das klingonische
Reich gegen viele Völker Krieg und hatte von Zeit zu
Zeit diverse Verbündete. So war die Vereinigte Föderation
der Planeten fast ein ganzes Jahrhundert Gegner der Klingonen.
2267/2268 gingen die Klingonen eine Allianz mit dem romulanischen
Sternenimperium ein, wodurch
die Klingonen an die Tarntechnologie gelangten. Die Allianz
löste sich jedoch kurze Zeit später wieder auf und
die Klingonen und Romulaner wurden zu Feinden.
Im Laufe des 23. Jahrhunderts gerieten die Klingonen immer
wieder mit der Föderation aneinander. Man errichtete
schließlich an der klingonischen-föderierten Grenze
eine
neutrale Zone, die nicht ohne Genehmigung beider Regierungen
(Qo'noS und Erde) durchflogen werden durfte. Doch weder die
Klingonen noch die legendären Captains der Sternenflotte
hielten sich immer an diese Vereinbarung.
Als im Jahre 2293 der klingonische Energieversorgungsmond
Praxis, der für die Versorgung von Qo'noS verantwortlich
war, explodierte, war das klingonische Volk gezwungen mit
ihrem Feind, der Vereinigten Föderation der Planeten,
Friedensverhandlungen aufzunehmen. Doch vor Beginn der Verhandlungen
wird der klingonische Kanzler Gorkon von Verrätern des
Reichs und der Föderation ermordet. Gorkons
Tochter Azetbur übernahm daraufhin die Führung.
Bis zum Jahr 2344 herrschte jedoch kein wirklicher Frieden
zwischen beiden Imperien, sondern eher ein kritischer Waffenstillstand.
Die Wende zwischen dem Reich und der Föderation kam erst,
als 2344 der klingonische Außenposten auf Khitomer von
den Romulanern
überfallen wurde. Das Föderationsraumschiff U.S.S.
Enterprise-C, dass in der Nähe operierte, nahm Kurs auf
Khitomer und verteidigte den Außenposten. Das Schiff
wurde jedoch von der romulanischen Streitmacht zerstört.
Dennoch waren die Klingonen
so sehr davon beeindruckt, dass es noch im selben Jahr zur
Allianz zwischen dem klingonischen Reich und der Vereinigten
Föderation der Planeten kam. Die Romulaner ihrerseits
zogen sich bis Ende 2364 auf ihr Territorium zurück.
2367 stürzt das klingonische Reich in einen Bürgerkrieg,
nachdem sich ein klingonisches Schwesternpaar mit den Romulanern
verbündete. Der damalige Kanzler Gowron bat die Föderation
um Hilfe, um die Kontrolle über das gespaltene Reich
wieder zu erlangen. Eine Flotte von 15 Föderationsraumschiffen,
die vom
Flaggschiff U.S.S. Enterprise-D geführt wurde, verhinderte
eine romulanische Invasion und zwang die Schwestern Lursa
und B'Etor, die später für die Zerstörung der
Enterprise-D verantwortlich waren, zur Aufgabe.
Der Frieden zwischen dem Reich und den Menschen geriet
in den 2370-er Jahren ins Schwanken, als Formwandler des Dominions
aus dem Gamma-Quadranten den Alpha- und Beta-Quatranten infiltrieren.
Kanzler Gowron
löste deshalb für ein Jahr den Freidensvertrag zwischen
dem Reich und der Föderation auf und erklärte ihnen
den Krieg, sobald auch nur ein Föderationsschiff es wagen
würde, die Grenze zu überfliegen.
Die Allianz konnte jedoch wiederhergestellt werden und klingonische
und föderierte Flottenverbände zogen gemeinsam in
die Schlacht, um ruhmreich zu siegen. Ende
2375 kapitulierte das Dominion und Klingonen und Menschen
feierten ihren Sieg, den sie teuer "erkauft" hatten.
Als der Klingone General Martok zum
Kanzler des klingonischen Reichs erklärt wurde, kehrten
Stabilität, Sicherheit und Zusammenhalt zurück und
die Allianz mit den Menschen wurde weiter gestärkt.
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Anmerkung: Das Aussehen der Klingonen
Als die Serie TOS gedreht wurde, standen Gene Roddenberry
nicht genügend finanzielle Mittel zur Verfügung,
um professionelle Make-Up's anfertigen zu lassen. Deshalb
sahen die Klingonen in dieser Serie eher wie Menschen, statts
wie Außerirdische aus. Als man "Star Trek - Der
Film" produzierte, wurde auch das Make-Up der Klingonen
professioneller. Gene Roddenberry sagte in den späten
1980-er, der Zuschauer
muss sich einfach vorstellen, dass die Klingonen schon immer
so ausgesehen haben, wie in TNG oder in den "Star Trek"
- Filmen.
Als man für das 30-jährige Jubiläum von "Star
Trek" eine besondere Episode für DS9 drehte, in
der die Crew von Sisko auf die Crew von Kirk traf, musste
man für das unterschliedliche klingonische Aussehen eine
Notlösung suchen, da man sonst die entsprechenden Teile
hätte neu drehen müssen. Die Autoren von DS9
entschieden sich deshalb für die Antwort: "Wir Klingonen
erörtern unser Aussehen nicht mit Außenstehenden".
Unter anderem deshalb, weil man auch den Charme der klassischen
Serie wahren zu können.
In der neusten Serie "Star Trek: Enterprise" haben
die Klingonen das Aussehen, dass der Zuschauer von TNG, DS9
und VOY gewöhnt ist. Zunächst. In Staffel 4 wird
nämlich mit einem Zweiteiler diesem Rätsel auf die
Spur gegangen und dargestellt, was aus Sicht des "Star
Trek"-Universums vor TOS mit den Klingonen passiert ist.
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