01. Der Geheimdienst des romulanischen Sternenimperiums

Der Tal Shiar ist der offizielle romulanische Geheimdienst. Er steht über dem militärischen und regionalpolitischen System. Die Führung des Tal Shiars erhält ihre Befehle einzig und allein direkt vom Prätor des Sternenimperiums. Selbst die einzelnen Prokonsule und Vize-Prokonsule der verschiedenen romulanischen Segmente können dem Tal Shiar nichts befehlen.
Der Geheimdienst des Sternenimperiums zählt zu einem der effizientesten Organisationen der gesamten Galaxie. Viele der romulanischen Bürger fürchten ihn, da er u.a. mit tödlicher Präzision arbeitet, um die Ziele zu erreichen.

Um im Tal Shiar arbeiten zu können, muss man sich an der romulanischen Geheimdienst-Akademie bewerben. Ebenso wie in der föderierten Sternenflotten-Akademie gibt es hier eine Aufnahmeprüfung. Diese verläuft jedoch nach einem anderen, wesentlich härteren Schema, das allerdings nicht bekannt ist.
Commander Konsab, romulanischer Ausbilder an der Akademie des Tal Shiars, erklärte 2369, dass militärische Offiziere einander trauen müssen, um effektiv handeln zu können. Allerdings widersprach er damit dem Hauptprinzip des Tal Shiars, nachdem Loyalität nur durch Einschüch-terung gewonnen wird.

» Kragenabzeichen des Tal Shiars

Die Arbeitsweise und Methoden des romulanischen Geheimdienstes können jedoch in keinster Weise mit denen des Geheimdienstes der Vereinigten Föderation der Planeten verglichen werden. Sektion 31 passt hier schon wesentlich eher in das Bild des Tal Shiars.
Die Vorgehensweise ist oftmals brutal und rücksichtlos. Selbst vor den eigenen romulanischen Mitbürgern schreckt der Tal Shiar nicht zurück. Hin und wieder kommt es vor, dass Familienmitglieder, die den Zielen des Geheimdienstes im Weg stehen, einfach spurlos verschwinden. Einige in der romulanischen Gesellschaft, darunter auch im imperialen Militär, sind der Meinung, dass der Tal Shiar oftmals unnötig brutal vorginge. Diese Meinung wird aber kaum in der Öffentlichkeit vertreten, aus Angst von Vergeltungsmaßnahmen.

 

02. Bekannte Operationen des Tal Shiars (ab 2367)

Der Tal Shiar versucht nach dem Tod von Kanzler K'mpec sich in die klingonische Politik einzumischen, um diese letztlich zu beeinflussen. Duras, Sohn von Ja'rod, wird von dem romulanischen Geheimdienst unterstützt, damit er die Macht über das klingonische Reich an sich reisen kann. Der Plan schlägt jedoch fehl, nachdem Duras von dem Klingonen Worf getötet wird.

Kurz darauf entführt der Tal Shiar, unter der Aufsicht von Commander Sela, den Sternen-flottenoffizier Geordi LaForge, um ihn einer Gehirnwäsche unterziehen zu können. LaForge sollte unwissentlich den klingonischen Gouverneur Vagh, der zu diesem Zeitpunkt das Föderationsraumschiff U.S.S. Enterprise-D besuchte, ermorden. Die Crew des Schiffs konnte LaForge allerdings noch im letzten Moment an der Tat hindern.

 

Der Tal Shiar arbeitet unentdeckt auf Qo'noS, der klingonischen Heimatwelt, als sich das Reich in einem Bürgerkrieg befand. Es war der erneute Versuch des romulanischen Geheim-dienstes, sich in die politischen Angelegenheiten der Klingonen einzumischen. Der Tal Shiar unterstützte auch hier die Duras-Familie. Duras Schwestern Lursa und B'Etor wollten Gowron von seinem Thron stürzen. Die Vereinigte Föderation deckte jedoch die Operationen des Tal Shiars auf und beendete sie letztendlich. Allerdings verhalf die Sternenflotte unbeabsichtigt Gowron bei der Festigung seiner politischen Position.

Wenige Monate später ist der Tal Shiar an einer Invasion von Vulkan verstrickt. Doch die Operation misslang, als die Föderation die vulkanischen Schiffe, die die Romulaner vorher erworben hatten, in ihrem Territorium abfing und überprüfte. Um der Gefahr zu entgehen, dass die romulanischen Truppen der Föderation in die Hände fielen, zerstörte ein Warbird die Schiffe. Etwa 2.000 Männer und Frauen wurden dadurch geopfert.
Unter den romulanischen Agenten, die an der Invasion arbeiteten, befand sich auch Prokonsul Pardek, der sich öffentlich für eine gewaltfreie Wiedervereinigung von Romulus bzw. Remus und Vulkan stark machte.

 

Ein Agent namens Retaya reist zur föderierten Raumstation Deep Space Nine, um dort den im Exil lebenden Cardassianer Elim Garak aufzusuchen. Constable Odo gelangte jedoch hinter Retayas Absichten und verhörte ihn.

Wenig später wird bekannt, dass sich der Tal Shiar mit dem cardassiansichen Obsidiansichen Orden zusammen geschlossen hat, um mit vereinten Kräften (in Form einer riesigen Schiffsarmarda) den Heimatplaneten der Gründer im Gamma-Quadranten zu vernichten. Die Flotte gerät jedoch in einen Hinterhalt der Jem'Hadar, wird von 150 Schiffen des Dominions abgefangen und schließlich vernichtend geschlagen. Nur sehr wenige überleben diesen Kampf. Während die Cardassianer nach diesem Ereignis den Orden anscheinend aufgaben, bauten die Romulaner ihren Tal Shiar wieder auf.

 

Dem romulanischen Militär gelingt die Kaperung eines neuen experimentellen Prototyps der Vereinigten Föderation der Planeten. Eine kleinere Truppe kann die Besatzung der U.S.S. Prometheus NX-59650 überwältigen und das Schiff in Richtung der Romulanischen Neutralen Zone steuern. Der Kommandant dieser Operation hatte den Befehl, das Föderationsschiff nach überqueren der Grenze dem Tal Shiar zu übergeben. Der Plan scheiterte jedoch, da die Prometheus von zwei medizinischen Notfallprogrammen zurück erobert werden konnte.

 

Über weitere Aktionen und Operationen des romulanischen Tal Shiars liegen keine Informationen vor. Ebenso sind kaum Daten über durchgeführten Missionen vor dem Jahr 2367 bekannt.

 
 

(© by K. Breit, 2002)

Letztes Update: 26.05.2005

 
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