Einleitung

Die Schlacht um Wolf 359 ist wohl eine der spektakulärsten und blutigsten Auseinandersetzungen zwischen der Vereinigten Föderation der Planeten und dem Kollektiv der Borg. Für viele würde dieses Ereignis das Leben radikal verändern oder nachhaltig beeinflussen. Besonders das der beiden Offiziere Jean-Luc Picard und Benjamin Lafayette Sisko.
Vor allem der Captain der Enterprise-D, der später auch die U.S.S. Enterprise-E kommandieren wird, wird bezüglich der Geschichte und späterer Ereignisse eine entscheidende Schlüsselfigur bilden.

 

01. Die Vorgeschichte

Sternzeit 42761.3: Das Wesen Q schleudert das Raumschiff Enterprise-D 7.000 Lichtjahre aus dem Föderationsraum in die Nähe des Systems J-25. Entgegen ausdrücklicher Warnungen von Guinan, der el-aurianischen Barkeeperin des Schiffs, beschließt Captain Picard die Region zu erkunden. Kurze Zeit später trifft das Flaggschiff der Föderation auf eine Spezies, welche die Sternenflotte einmal in eine verheerende Niederlage führen sollte: Die Borg.

Obwohl ein einzelner Borg problemlos in den Maschinenraum eindringen und die komplette Datenbank der Föderation kopieren kann, vertraut der Captain auf die Diplomatie und gestattet dem Borg, abzuziehen.

Kurze Zeit später kommt es aber dennoch zur Konfrontation und die Enterprise stellt sich als hoffnungslos unterlegen heraus. Zwar kann sie dem Kubus kurzzeitig schwere Schäden zufügen, jedoch schneidet der Würfel ein relativ großes Stück aus der Untertassensektion heraus. 18 Crewmitglieder verlieren dabei ihr Leben.

In letzter Sekunde kann Picard Q davon überzeugen, Mannschaft und Schiff zu retten und in die Föderation zurückzubringen. [TNG: "Zeitsprung mit Q"]

» Das erste Gefecht
 

02. Vorbereitung auf die Invasion

Nach Rückkehr der Enterprise in den Föderationsraum und einer umfassenden Berichterstattung an das Flottenkommando, beschließt dieses, eine Sonderabteilung ins Leben zu rufen, welche die Aufgabe bekommt, effektive Verteidigungsmethoden gegen den neuen Feind zu entwerfen und zu konstruieren. Dabei fand man heraus, wer wirklich Ende 2364 die Außenposten der Föderation und der Romulaner entlang der romulanischen Neutralen Zone vernichtet hatte.

Das Kommando über die Sonderabteilung erhielt Admiral J. P. Hanson. Planungschefin für eine Verteidigungstaktik wurde Lieutenant Commander Shelby, welche später noch eine wichtige Rolle spielen sollte.

Bereits bei Sternzeit 42923.4, also nur wenige Monate nach dem Erstkontakt bei J-25, inszeniert man eine Kampfsimulation, in welcher das 80 Jahre alte Sternenflottenschiff Hathaway gegen die Enterprise antreten sollte. Zwar konnte die Simulation auf Grund des Auftauchens eines Ferengi-Schiffs nicht geplant verlaufen, wurde letzten Endes aber als Erfolg gewertet.

 

03. Die Invasion

Sternzeit 43989.1: Viel früher als erwartet, tritt ein Borg-Kubus in Föderationsgebiet ein und vernichtet die New Providence Kolonie auf Jouret IV. Lieutenant Commander Shelby wird beauftragt, die Vernichtung zu untersuchen und kann mit Hilfe der Enterprise-Besatzung eindeutig feststellen, dass die 900 Kolonisten von den Borg vernichten wurden.

Während Admiral Hanson eine Verteidigung organisiert, bleibt das Flaggschiff in den Randgebieten, wo es kurze Zeit später zum Kontakt kommt. Das erste Gefecht ist kurz aber heftig: Die angeschlagene Enterprise muss sich in den Paulson-Nebel zurückziehen. Zudem gelingt es den Borg, Captain Picard zu entführen und ihn später zu assimilieren.

Bei der nächsten Konfrontation versucht die Enterprise das Borg-Schiff mit einem massiven Deflektorimpuls zu vernichten. Das Kollektiv, welches nun über die kompletten Erinnerung von Picard verfügt, hat bereits seine Verteidigung entsprechend angepasst; der Kubus übersteht den Angriff. Während das Flaggschiff mit ausgebranntem Deflektor zurückbleiben muss, nehmen die Borg direkten Kurs auf das Zentrum der Vereinigten Föderation der Planeten: die Erde.

 

04. Der Verlauf der Schlacht

Admiral Hanson, der zwischenzeitlich eine 39 schiffs-starke Verteidigungslinie bei Wolf 359 eingerichtet hatte, bleibt nichts anderes übrig, als den Angriffsbefehl zu erteilen und den Captain damit zu opfern. Da neue Waffensysteme, wie etwa ein Plasma-Phaser, bis dato allerdings nur theoretisch existieren, muss die Flotte auf konventionelle Waffen zurückgreifen.

Als der Kubus Wolf erreicht, greift die Sternenflotte an. Bedingt durch Picards Kenntnisse ist der Würfel praktisch vollkommen immun gegen das konzentrierte Phaser- und Torpedo-Feuer der Armada. Alle 39 Schiffe, darunter die U.S.S. Melbourne, über welche Commander Riker noch kurz zuvor das Kommando angeboten bekommen und - wie sich nun herausstellte - glücklicherweise abgelehnt hatte, wurden zerstört. Das Geschwader hatte nicht einmal mehr Zeit für einen Rückzug. Insgesamt 11.000 Personen, unter ihnen Admiral Hanson, kamen bei dem Massaker ums Leben.

Zwar konnten sich von manchen Schiffen - beispielsweise die U.S.S. Saratoga - einige Offiziere und Zivilisten retten, doch bleibt Wolf 359 eine der verheerendsten Niederlagen in der Geschichte der Föderation. [TNG: "In den Händen der Borg"]

» Die Zerstörung der Melbourne
» Locutus koordiniert die Verteidigung
» Angriff auf den Kubus
» Die Zerstörung der Saratoga
 

05. Nach der Schlacht

Als die Enterprise-D endlich das Schlachtfeld erreicht, findet die Crew nur noch ein Gebiet zerstörter Schiffe vor, welche teilweise noch brennend im All trieben. Obwohl die Möglichkeit besteht, dass sich in den Wracks überlebende Personen befinden, bleibt dem amtierenden Captain Riker nichts anderes übrig, als den direkten Kurs zur Erde vorzusetzen, um die Borg möglicherweise dort abzufangen.

Der Kubus, der mittlerweile ohne Weiteres die marsianische Verteidigungslinie durchbrochen hat, tritt in den Erdorbit ein. Dort wird er jedoch endlich von der Enterprise gestellt.

Es gelingt der Crew, ihren ehemaligen Captain zurückzuholen und einen Befehl zur Regeneration an alle Drohnen im Kubus zu senden. Das Schiff wird dadurch zerstört und die Invasion in letzter Sekunde (vorerst) abgewendet. [TNG: "Angriffsziel Erde"]

» Das Schlachtfeld nach dem Kampf
 

06. Verlorene Schiffe

Insgesamt wurden 39 Raumschiffe der Sternenflotten in der Schlacht zerstört. Zwar konnten einige wieder geborgen und repariert werden, dennoch leitete man nach Wolf 359 ein Wiederaufbau- und Erneuerungsprogramm ein, welchem Commander Shelby beitrat.

Folgende Schiffe aus der Schlacht sind namentlich bekannt:

Name des Schiffs Registrierungsnummer Klasse
USS Ahwahnee
USS Bellerophon
USS Bonestell
USS Buran
USS Chekov
USS Firebrand
USS Gage
USS Kyushu
USS Liberator
USS Melbourne
USS Princeton
USS Roosevelt
USS Saratoga
USS Tolstoy
USS Yamaguchi
NCC-73260
NCC-62048
NCC-31600
NCC-57580
NCC-57302
NCC-68723
NCC-11672
NCC-65491
----------------
NCC-62043
NCC-58904
NCC-2573
NCC-31911
NCC-62095
NCC-26510

Cheyenne
Nebula
Oberth
Challenger
Springfield
Freedom
Apollo
New Orleans
----------------
Excelsior
Niagara
Excelsior
Miranda
Rigel
Ambassador

 
Fotos: siehe Impressum [F07]
 
 

(© by S. Eiblmeier & K. Breit, 2005)

Letztes Update: 23.10.2005

 
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