Einführung

Diese Seite beschäftigt sich mit den einzelnen Flug- und Betriebsmodi und deren Ablaufvorgänge. Diese Modi stellen den Zustand eines Schiffs oder einer Einrichtung bei Gefahren-, Sonder- oder gewöhnlichen Alltagssituationen dar. Der Betriebsmodus wird vom jeweiligen diensthabenden kommandierenden Offizier vorgegeben, je nach Art der eingetretenen Situationslage. Allerdings ver-fügt aber auch der Hauptcomputer über Sicherheitsfunktionen und Protokolle und ist somit imstande, einen Betriebsmodus entsprechend dem Ereignis auszulösen. Sollte der befehlshabenden Offizier zu jenem Zeitpunkt nicht auf der Brücke oder Kommandozentrale anwesend sein, gilt, je nach Situation, seine Anwesendheit als unbedingt erforderlich.

 

01. Standardmäßige Flug- und Betriebsmodi

Modus GRÜN (Normalbetrieb, Reiseflugmodus):
Dieser Modus ist immer dann aktiv, wenn sich das Schiff oder die Station im Normalzustand befindet, d.h., es herrschen keine Gefahren- oder Krisensituationen vor, die eine besondere Einsatzbereit-schaft der Mannschaft bedarf. Die Systeme eines Schiffs bzw. einer Station arbeiten mit folgender Kapazität:

- Systemdiagnosen erfolgen bei Bedarf oder bei Verdacht auf mögliche Fehlfunktionen. Regelmäßige Diagnosen der Stufe 5 oder 4 erfolgen i.d.R. automatisch bei Antritt einer neuen Schicht.
- Die Lang- und Kurzstreckensensoren arbeiten mit normaler Kapazität, während das Sensorenfrüh-
warnsystem mit voller Leistung arbeitet.
- Haupt- und Zusatzdeflektoren arbeiten ebenfalls mit normaler Kapazität, um das Schiff vor Welt-
raumpartikeln zu schützen.
- Hauptschutzschildsysteme sind i.d.R. offline.
- Waffensysteme sind i.d.R. ebenfalls offline. Ein Viertel der Phaserbankelemente und mindestens
eine Torpedo-Adschussrampe werden auf Standby gehalten.
- Die Einsatzbereitschaft von Shuttles ist bei Modus Grün nicht festgelegt. In Krisensituation muss
jedoch ein Shuttle in maximal fünf Minuten startklar und vollfunktionsfähig sein.

Modus GELB - Alarmstufe GELB:
Dieser Modus versetzt das Schiff oder die Station, sowie deren Mannschaft und Systeme in erhöhte Alarmbereitschaft. Dieser Modus wird im Allgemeinen dann aktiviert, wenn der eingetretene Sach-verhalt zunächst nicht eindeutig erkennen lässt, ob es sich um eine gefahrenlose oder Gefahren-situation handelt:

- Standardmäßige Systemdiagnose der Stufe 4 wird automatisch und regelmäßig bei allen Systemen durchgeführt, um deren Status überprüfen zu können.
- Systemdiagnose der Stufe 5 für die Evakuierungs- und Rettungssystemen hat zu erfolgen.
- Ein Drittel der vorhandenen Shuttlekapazität ist startklar zu machen.
- Erhöhte und verstärkte Einsatzbereitschaft des Sicherheitspersonals.
- Alle Waffensysteme werden in den Standby-Betrieb hochgefahren, um jederzeit verwendet werden
zu können. Zielerfassungsscanner sind zu aktivieren.
- Alle Sensorensysteme werden auf volle Leistung gebracht und dürfen u.U. nicht für sekundäre Auf-
gaben verwendet werden. Dies gilt sowohl für die externen, als auch für die internen Sensoren.
- Schutzschilde werden in Standby-Betrieb hochgefahren.
- Haupt- und Zusatzdeflektorenergie wird erhöht.
- Der Warpantrieb und dessen Systeme sind, falls diese nicht aktiv sind, in den Standby-Betrieb
hochzufahren.
- Diese Option gilt ebenfalls für den Impulsantrieb, und evtl. für die Steuerdüsen und für andere
Antriebssysteme, falls vorhanden.

Modus ROT - Alarmstufe ROT:
Dieser Modus dann ausgelöst, wenn eine akute Gefahrensituation eingetreten ist. I.d.R. erfolgt dies auf Anweisung des kommandierenden Offiziers. Bei feindlichem Beschuss oder anderen Schiffs-berührungen löst das Computersystem automatisch die Alarmstufe Rot aus:

- Automatische Systemdiagnose der Stufe 4 hat in Fünf-Minuten-Intervallen zu erfolgen.
- Alle Evakuierungs- und Rettungssysteme müssen mit einer Systemdiagnose der Stufe 4 geprüft.
Die Auswurfsysteme und Notrelais bzw. -aggregate werden mit einer Systemdiagnose der Stufe 3
überprüft.
- Alle sensorischen Systeme werden im vollen Betriebszustand gehalten.
- Volle Einsatzbereitschaft der gesamten Sicherheitspersonals.
- Volle Einsatzbereitschaft der Shuttles, die innerhalb einer halben Minute startklar gemacht werden
müssen.
- Schutzschilde werden mit voller Kapazität hochgefahren.
- Volle Leistung auf die Haupt- und Zusatzdeflektoren hat zu erfolgen.
- Alle Waffensystem werden online geschaltet, parallel dazu erfolgt die Aktivierung aller Zieler-
fassungsscanner.
- Der Warpantrieb und dessen Systeme sind auf volle Leistung hochzufahren, falls dies nicht schon
der Fall ist.
- Diese Option erfolgt genauso für den Impulsantrieb, und evtl. für die Steuerdüsen oder andere
Antriebssysteme, falls vorhanden.

 

02. Besondere Flug- und Betriebsmodi

Modus BLAU - Alarmstufe BLAU (schiffsspezifischer Modus):
Der Modus Blau gilt nur für bestimmte Raumschiffe der Sternenflotte, die über spezielle Eigen-schaften verfügen. Dieser Modus betrifft im Allgemeinen Schiffe der Galaxy-Klasse und Prometheus-Klasse (bezüglich der Abtrennung bestimmter Schiffsteile), der Intrepid-Klasse (bezüglich der planetaren Landung), der Defiant-Klasse (bezüglich der aktivierten Tarnung) und andere Schiffs-Klassen, die über ähnliche Merkmale verfügen:

- Standardmäßige Systemdiagnose der Stufe 4, insbesondere die Prüfung der Primärsysteme.
- Sicherung und Besetzung aller Stationen durch das jeweils dafür vorgesehene Personal.
- Ausführung spezifischer Sternenflotten-Protokolle entsprechend der jeweiligen Art der Stufe Blau.

Modus GRAU (Betrieb bei Minimalleistung bzw. Abschaltung der schiffsweiten Systeme):
Dieser Modus wird i.d.R. dann aktiviert, wenn sich ein Raumschiff in einer Raumstation, Raumdock oder je nach Eigenschaft auf Raumhöfen oder Planeten befindet.

- Alle Systeme werden gesichert; dies trifft insbesondere auf die Kommandosysteme und auf den
Hauptcomputer zu.
- Alle Waffensysteme sind zu deaktivieren und zu sichern.
- Alle Antriebssysteme sind bis auf die Steuerdüsen zu deaktvieren, vorausgesetzt das Schiff wird
extern mit Energie versogrt, ansonsten ist der Warpantrieb auf minimale Leistung zu fahren.
- Deaktivierung nicht benötigter Sektionen erfolgt.
- Energieintensive Systeme (wie Freizeitanlagen, Transporterräume, Shuttlerampen, usw.) sind in den
Offline-Betrieb zu fahren.
- Die Turboliftbenutzung wird bis zur möglichen kompletten Deaktivierung auf 10 Prozent der Normal-
nutzung heruntergefahren.

Modus Grau kann aber auch nach einem Angriff oder durch ein nicht kontrollierbares Naturphänomen (wie beispielsweise die für Sensoren unsichtbaren Quatumfäden) erfolgen, nach dem ein Schiff schwer beschädigt wurde. Bis zum erreichen einer naheligenden Raumstation, ist folgendes zu tun:

- Alle Systeme werden auf minimalen Verbrauch heruntergefahren.
- Nahrungsreplikatoren sind auf gleichmäßig eingeteilte Gruppen zu verteilen; Rest wird deaktiviert.
- Sensoren und Deflektoren werden auf halbe Leistung heruntergefahren.
- Unbenötigte Sektionen, Decks oder Einrichtungen werden deaktiviert.
- Turboliftbegrenzung auf 10 Prozent der Normalnutzung.
- Notfallmaßnahmen verbleiben im Standby-Modus.
- Reduzierung der Standardbeleuchtung auf Notbeleuchtung.
- Der befehlshabende Offizier erhält stündlich Bericht von allen aktiven Sektionen (falls dies überhaupt
möglich sein sollte), um notwendige Entscheidungen treffen zu können.

 

(© by K. Breit, 2001)

Letztes Update: 22.08.2004

 
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