San Francisco: Das Herz der Sternenflotte

Im Jahr 1769 entdeckte eine kleine Gruppe von Spaniern, geführt von Francisco de Ortega, die Bucht des heutigen San Francisco. Im Jahr der amerikanischen Unabhängigkeit (1776) bauten die Spanier am Golden Gate ein Fort (Presidio), der u.a. als militärischer Verwaltungssitz diente. Sechs Kilo-meter landeinwärts wurde die Mission San Francisco de Asis gegründet, die später jedoch nur noch Mission Dolores genannt wurde. Das kleine Dorf Yerba Buena entstand ebenfalls in dieser Gegend und blieb aber zunächst weitgehend unbekannt. Der Ort erhielt erst zunehmend an Bedeutung, als 1836 die mexikanische Regierung den kleinen Hafen von Yerba Buena in einen größeren Handels-hafen ausbaute.
Fünf Jahre später kamen immer mehr Menschen (Siedler) aus den östlichen Regionen des damaligen Amerikas, das sich gerade bis zum Mississippi ausgedehnt hatte. Letztlich kam es dann zum Krieg, nachdem der Versuch fehlgeschlagen war, das von überwiegend von Amerikanern besiedelte Land von Mexico abzukaufen. Die Siedler kämpften für ein unabhängiges Kalifornien. Am 9. Juli 1846 hißten sie schließlich die amerikanischen "Stars and Stribes" (das Sternenbanner) und benannten knapp ein Jahr später den Ort Yerba Buena in San Francisco um.
Innerhalb eines Jahres stieg von 1848 bis 1849 aufgrund des Goldrauschs die Einwohnerzahl von 2.000 auf 35.000 Menschen an. Bereits in den 60-er Jahren des 19. Jahrhunderts etablierte sich San Francisco als das Wirtschaftszentrum des US-amerikanischen Westens. 1865 richtete ein schlimmes Erdbeben verherrende Schäden in der Stadt an. Im Jahr 1869 erreichte die Central Pacific Rail Road die Bucht von San Francisco. Somit gab es jetzt eine schnelle Transkontinentalverbindung mit der US-Ostküste. Wirtschaftliche Probleme mit den ersten schweren Ausschreitungen entluden sich im Jahr 1877 gegen die chinesische Bevölkerung, welche überwiegend im Eisenbahnbau tätig waren, da sie die billigsten Arbeitskräfte in der amerikanischen Wirtschaft darstellten.
Am Morgen des 18. April 1906 wurde die Stadt von einem Erdbeben der Stärke 8,3 der Richterskala erschüttert, das nur wenige Stunden später ein Großfeuer auslöste, welches drei Tage lang wütete. Das Feuer konnte zunächst nicht unter Kontrolle gebracht werden, da die Wasserleitungen ge-brochen waren.

Nach der Gründung der Vereinigten Föderation der Planeten im Jahr 2161 nahm die Bedeutung um San Francisco erneut zu. Die Vereinten Nationen der Erde mussten sich sich für verschiedene städtische Standorte entscheiden, an der sie ihre Machtzentren errichten wollten. Die Vereinten Nationen wählten Paris für den zukünftigen Sitz des Präsidenten der Vereinigten Födera-tion der Planeten. Die Sternenflotte besaß bereits einen festen Standort in San Francisco.

Die militärischen Einrichtungen, wie das Hauptquartier und die Sternenflottenakademie, wurden nördlich der Golden Gate Bridge errichtet. Einige Einrichtungen haben sich aber auch auf der anderen Seite der Brücke, in und nahe des Stadtgebiets etabliert.
Im Jahr 2375 wird die Stadt Ziel der Breen, die sich mit dem Dominion verbündet haben. Ihre Angriffe richteten sich aber weniger auf das Stadtzentrum, sondern mehr auf die Einrichtungen der Sternenflotte. Große Teile des Haupt-quartiers, wie auch die Anlagen der Akademie wurden zerstört. Die Golden Gate Bridge wurde schwer beschädigt.

Ein knappes Jahr später waren die Schäden der Stadt jedoch wieder weitgehend beseitigt und die Brücke restauriert. Die Vereinten Nationen der Erde wollte damit seinem Volk und anderen Regierungen zeigen, dass die Vereinigte Föderation der Planeten in den noch so schwersten Stunden zusammenhält und Stärke beweist.

» In den Straßen San Francisco's
» Blick auf die Stadt
 

Die Golden Gate Bridge: Das Wahrzeichen

Die Golden Gate Bridge überspannt die gleichnamige etwa fünf Kilometer lange Wasserstraße, die die Bay von San Francisco mit dem Pazifischen Ozean verbindet. An der schmalsten Stelle ist die Wasserstraße etwa 1,6 Kilometer breit, bevor sie direkt im Ozean endet. Genau an dieser Stelle wurde im Jahr 1936 die zu einer der längsten Bauwerke der Welt zählende Brücke gebaut.
Mit ihrer Länge von 2,15 Kilometern gilt sie heute als Wahrzeichen von San Francisco. Das beson-dere Merkmal der Brücke ist die auffallende, rote Farbe. Dieses besondere Rot ist von den Bauherren rechtlich geschützt worden und darf ausschließlich nur zum Anstreichen des berühmten Bauwerks verwendet werden. Etwa fünf Menschen sorgen in ihrem "Fulltime"- Job jährlich dafür, dass die Brücke in ihrem strahlenden Rot erblüht.

Der komplette Anstrich der Brücke dauert im Schnitt etwa 1½ Jahre. Wenn sich ein Streich-Team im letzten Drittel befindet, beginnt ein zweites Team wieder von Anfang an nach zu streichen. Durch die Abgase der täglich 50.000 Fahrzeuge, die die Brücke befahren, und der salzigen Luft des Pazifiks blättert die angestrichene Farbe wesentlich schneller ab, als bei Bauwerken im Landesinneren.

Um einen Sonnenuntergang zu genießen schlendern viele Offiziere der Sternenflotte auf dem Pier oder an der Kaistraße entlang, die einen atemberaubenden Blick auf die Insel Alcatraz und auf die Golden Gate Bridge bietet. Zusätzlich kann man in den Bistros und Café's am Ufer der Bucht ein angenehmes Flair genießen und aus verschiedenen Spezialitäten und Gerichten auswählen.

 
Quelle: Baedeker Allianz Reiseführer "USA", Karl Baedeker GmbH, Ostfildern (Kemnat), 2. Auflage 1995
Foto 1 und 2: siehe Impressum [F07]; Foto 3 und 4: Privat
 

(© by K. Breit, 2001)

Letztes Update: 25.08.2004

 
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