ZurückArchivClassic SerieInformationen zur Serie
Original-Titel:
US-Erstausstrahlung:
TV-Sender der US-Erstausstrahlung:
 
"Star Trek"
8. September 1966 bis 3. Juni 1969
NBC
 
Deutscher Titel:
Deutsche Erstausstrahlung:
TV-Sender der dt. Erstausstrahlung:
 
"Raumschiff Enterprise"
1972
ZDF
 
Anzahl der Staffeln:
Anzahl der Episoden:

Zeitraum der Handlung der Serie:
 
3 Staffeln
79 Episoden, sowie 1 Pilotfilm-Version von 1965
2264 bis 2269
 
Bemerkungen:






 

Serie wurde nach ungenügendem Erfolg vorzeitig von den Verantwortlichen bei NBC abgesetzt.

Die Episode "Schablonen der Gewalt" ("Pattners of Force") wird wegen dem NS-geschichtlichen Hintergrund nicht von den deutschen öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehstationen gezeigt.

Wir, das Team von "StarTrekArchiv.com", möchten hier auf die Anfänge eines fast nun rund vierzig Jahre andauernden Mythos zurückblicken. "Star Trek" (dt. Titel: "Raumschiff Enterprise") war die erste Serie, mit der die Saga offiziell am 08. September 1966 begann. Zwar produzierte Gene Roddenberry, der Erfinder von "Star Trek", schon einmal im Vorjahr einen Pilotfilm für seine Science-Fiction-Serie, "The Cage" (dt. Titel: "Der Käfig"), dem amerikanischen Fernsehsender NBC gefiel jedoch nicht das Konzept und so war er gezwungen, eine zweite Version auszuarbeiten. Dabei besetzte er viele Rollen und Figuren neu. Als Gene Roddenberry dann seine überarbeitung abgeschlossen hatte, erhielt er das "OK" von NBC.

Die Crew des Raumschiffs Enterprise war ein zusammengewürfelter "bunter" Haufen, der sich aus verschiedenen irdischen und außerirdischen Nationen zusammensetzte. Zum einem hätten wir da die beiden Amerikaner James T. Kirk, der Captain der Enterprise, und Dr. Leonard McCoy, der Schiffsarzt. Chefingenieur Montgomery Scott stammt aus Schottland, Uhura ist Afrikanerin, Sulu ein Japaner, Chekov ein Russe und Spock wurde auf Vulkan geboren.

Roddenberry stieß zunächst auf viel negative Kritik, was die Besatzung anbetraf. In den 60-er Jahren führten die USA und die damalige starke UdSSR (Sowjetunion) einen Kalten Krieg, dessen Bild vom Bau der deutschen Mauer und von Spionage geprägt wurde. Dann gab es zusätzlich den Kampf um die Vorherrschaft auf dem Mond, das weitere Rivalitäten beider Nationen schürte. Einen Russen auf der Brücke eines "amerikanischen" Schiffes einzusetzten, der auch noch Waffenoffizier war, war damals für viele US-Bürger unvorstellbar und stieß auf Abneigung. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und den USA waren ebenfalls nicht die besten. Trotzdem setzte Roddenberry einen Japaner als Navigator ein. Der Höhepunkt der Kritik aber lieferte anscheinend die dunkelhäutige Nichelle Nichols, die die Rolle der Kommunikationsoffizierin Uhura spielte. In vielen amerikanischen Städten herrschte in dieser Zeitepoche große Feindseligkeiten zwischen weißen und farbigen US-Bürgern. Von Zeit zu Zeit gerieten diese außer Kontolle und es entstanden kleinere Bürgerkriege. Roddenberry fühlte sich trotzdem bekräftigt, als er grünes Licht von NBC bekam.

"Star Trek" bewegte sich in einer fernen Zukunft, in einer "besseren" Zukunft, in der es keine Feindseligkeiten mehr unter Menschen gab. Zumindest nicht solche, dass daraus ganze Kriege entstehen konnten. Gene Roddenberry wählte ganz bewusst diese Personen aus, um zu zeigen, dass Menschen auch friedlich miteinander leben können. Alle Personen kooperierten, akzeptierten und respektierten sich gegenseitig und arbeiteten auf das Wohl der kompletten Menschheit hin.

Die finanziellen Mittel waren sehr beschränkt. An Make-up, Kostümen, Equipment usw. sparte man, wo es nur ginge, um so die Produktion möglichst lange aufrecht erhalten zu können. Gedreht wurde in einer einzigen Halle, in der die Schiffs- und Planetenbühnen Platz finden mussten. Die Kulissen waren im Großen und Ganzen immer die selben. In der realen Natur wurde nur für die Story bestimmter Episoden gedreht. Professionelle Spezial-Effekte gab es nicht. Es existierte nicht einmal eine Firma, die auf solche Filmelemente spezialisiert war.
Bei "Star Trek" bediente man sich einfachen Hilfsmittel. Manchmal wurden sogar für das Abfeuern von Phaserstrahlen Comiczeichnungen angefertigt und beim Schnitt über die entsprechende Szene gelegt. Außerirdische sahen meist eher den Menschen ähnlich, als irgendeiner anderen Spezies. Selbst die Klingonen. Als Gene Roddenberry in den 80-er Jahren mehr Geld zur Verfügung stand, verbesserte er das Aussehen der Klingonen. Der Zuschauer sollte sich nun einfach immer dann, wenn er sich eine Originalepisode ansah, vorstellen, dass die Klingonen, schon immer so ausge-sehen haben, wie in "Star Trek: Der Film" und TNG.
Als man zum 30-jährigen Jubiläum von "Star Trek" die DS9-Crew in die Zeit von Kirk & Co. zurück-versetzte, schufen sich die Autoren eine "Notlösung" im Bezug auf die Klingonen und ihrem TOs-Aussehen. Da die entsprechenden Szenen aus "Kennen Sie Tribbles?", in die Captain Sisko und seine Mannen "eingefügt" wurden, nicht neu gedreht werden konnten, ließ man Worf auf genauere Nachfragen seiner Offizierskollegen ganz einfach antworten, das sein Volk die "Wandlung ihres Aussehens" nicht mit Außenstehenden erörtern würden.
In der fünften Star Trek - Serie "Enterprise" wiederum beherzigte man Gene Roddenberrys Rat aus den 80-er Jahren und glich das klingonische Auftreten dem Standard der Kinofilme und den drei Vorgänger-Serien an.

Kommen wir nun aber wieder auf die Originalserie zurück. Nach nur mäßigem Erfolg wurde "Star Trek" 1969 endgültig nach drei Jahren von NBC abgesetzt. Ursprünglich wollten die Verantwort-lichen, die jegliche Schuld von sich wiesen und stattdessen Gene Roddenberry zu schrieben, TOS sogar schon nach der zweiten Staffel einstellen.
Doch Roddenberry war damals keineswegs an den schlechten Quoten seiner Serie verantwortlich. Denn "Star Trek" wurde nicht - wie von NBC behauptet - wegen mageldem Interesses von den Zuschauern "ignoriert", sondern weil der Sender zum einen in den 60-er Jahren nicht flächendeckend war und zum anderen seine Ausstrahlungstermine nicht den vier US-amerikanischen Zeitzonen anglich. Mit anderen Worten: NBC konnte nicht von jedem US-Bürger im Fernsehen empfangen werden und bedingt durch die Zeitzonen lief "Star Trek" in manchen Teilen der Vereinigten Staaten erst gegen Mitternacht, während man sie zur gleichen Zeit andererorts zum Abendessen sehen konnte.
Der Erfolg von "Star Trek" änderte sich schlagartig, als in den 70-ern amerikanische Privatsender die Serie von NBC abkauften. Die Ausstrahlungen wurden gemäß der Zeitzonen angeglichen und waren nun überall in den USA zu empfangen. Dadurch schaffte TOS endlich seinen Durchbruch und wurde zu dem, was es heute ist: zum KULT. Die Fangemeinde nahm stetig zu und die Anhänger, die sich selbst nun als "Trekkies" oder "Trekker" bezeichneten, veranstalteten in den 70-er Jahren eine Convention nach der anderen. 1972 strahlte das ZDF zum ersten Mal "Star Trek" unter dem Namen "Raumschiff Enterprise" im deutschen Fernsehen aus.
Gene Roddenberrys Erfindung wurde immer populärer und wurde schließlich regelrecht vermarktet. Fanartikel wurden produziert und Trekkies begannen sich weltweit wie die Star Trek - Spezies zu verkleiden.

Ermutigt von dem "verspäteten" Erfolg seiner Serie begann Gene Roddenberry Mitte der 70-er mit der Planung einer weiteren Serie: "Star Trek II". Doch es blieb nur beim Konzept. 1977 gründete George Lucas für die Produktion seiner mittleren "Star Wars"- Trilogie die Firma ILM (Industrial Light & Magic), die sich komplett auf Special Effects spezialisierte. Es war somit die erste Firma, die sich professionell mit Filmeffekten beschäftigte und heute Weltmarktführer mit den meisten Kunden ist; darunter auch Paramount Pictures bzw. "Star Trek". Als "Star Wars" Ende der 70-er auf die Leinwand kam und zum riesen Erfolg wurde, griff Roddenberry sein Konzept der zweiten Serie wieder auf und formte es zum allerersten Kinofilm um: "Star Trek - Der Film". ILM produzierte die Effekte für Roddenberrys Film, der ebenfalls Ende der 70-er (1979) auf die Leinwand kam. 1982 folgte nahezu parallel zum zweiten "Star Wars"-Film das zweite "Star Trek"-Abenteuer.
Als Gene Roddenberry aber Spock in "Der Zorn des Khan" sterben ließ, hagelte es nur so an Protestbriefen, dass er regelrecht überflutet wurde. Dies führte schließlich dazu, dass Roddenberry den Vulkanier wieder auferstehen ließ und daraus den dritten Kinofilm formte, der 1984 kurz nach dem dritten (und vorerst letzten) "Star Wars"-Abenteuer in die Kinos kam.
1986 folgte "Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart", dessen Story auf die ökologischen und globalen Probleme des weltweiten Walfangs aufmerksam machen wollte und zugleich zu einem der erfolg-reichsten Kinofilme der kompletten Saga wurde. Drei Jahre später bestritt die Original-Crew in "Am Rande des Univerums" ihr fünftes Leinwandabenteuer.
"Star Trek" war mittlerweile so erfolgreich, dass Gene Roddenberry zwischen dem vierten und fünften Kinofilm eine zweite Serie zum Leben erweckte: "Star Trek - The Next Generation", die 1987 erst-mals auf Sendung ging.

Gene Roddenberry starb am 24. Oktober 1991 während der Dreharbeiten zu "Star Trek VI: Das unentdeckte Land" und TNG. Seit dieser Zeit hat Rick Berman die Führung bei "Star Trek" übernommen. Unter seiner Führung entstanden die Filme "Star Trek VII - Star Trek X", sowie die Serien DS9 (1993-1999), VOY (1995-2001) und ENT (ab 09/2001). Berman führte auch die letzten drei Staffeln der Serie TNG (1987-1994) aus.
Weitere Informationen über den "Star Trek - Schöpfer" finden Sie in unserem Archiv unter im Bereich "Produktion" unter "Gene Roddenberry".

Am 11. Juni 1999 verstarb der erste Darsteller aus der Originalserie: DeForest Kelley. Er spielte die Rolle des "Dr. Leonard 'Pille' McCoy's". Kelley erlag einem langen und schweren Krebsleiden. (akb)

 

 

Letztes Update: 04.06.2009

 
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